Willkommen beim Turnverein Laubenheim

Sportarten

Lauftagebuch 2009 (von Heike Howold)

2009
2010

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1. Oktober 2009, 18.00 Uhr

1. Treffen der „Wagemutigen“

Nun ist es also soweit.
Wir alle hier im Raum haben es vor, beim Gutenberg-Marathon, am 09. Mai 2010 als Halbmarathon-Läufer mitzumachen.
Wir sind etwa 33 Leute, ca. 70 – 80 % Frauen, diese Zusammensetzung ist wohl normal, laut unserem Trainer Harry Trost.
Wir stellen uns reihum vor, haben alle vor, uns zu fordern, Sport zu machen, und denken, dass uns das Halbmarathon-Training dahin führt. Wir freuen uns, Harry als Trainer zu haben, der uns allen, so unterschiedlich unsere Voraussetzungen auch sind, bis zum Halbmarathon führen will und wird. Manche habe ihn tatsächlich schonmal geschafft, es ist also auch für normal Sterbliche möglich. Das ist schonmal gut, zu wissen.
Ich habe im Mai angefangen, mir auch gute Laufschuhe gekauft, wie Harry sagt, das „A“ und „O“ für’s Laufen, dann schauen wir mal, wie weit wir kommen.
Harry gibt uns Termine bekannt, sagt, was wichtig ist, wo wir gute Laufausrüstung günstig bekommen können und motiviert uns, ohne uns zu verschweigen, dass harte Arbeit auf uns wartet.
Am Sonntag, dem 04. Oktober um 10.15 Uhr beginnt unser erstes Lauftraining.

19.15 Uhr
Die Einführung ist vorbei, die letzten Anmeldezettel an Harry übergeben. Ja, auch ich habe es getan, meine Anmeldung liegt auf Harrys Tisch. Nun gehe ich es an.
Wohlan, ich laufe nach Hause und freue mich auf diese Herausforderung, die wir als Gruppe angenommen haben.

4. Oktober 2009, 10.15 Uhr

Wir treffen uns wieder beim TVL.
Bei Ankunft sehen einige von uns, wie sich die F+-Gruppe und die F-Gruppe auf den Weg machen, ihre Kilometer zu laufen, soweit sind wir noch nicht, aber wir sehen schonmal, was möglich ist.
Für uns ist der Treffpunkt derselbe Raum wie am Donnerstag, ein paar Formalitäten werden besprochen, die allerletzten Anmeldungen abgegeben, dann geht’s auf den Platz, den Sportplatz vom TVL.
Hier walken und joggen wir nun rundenweise abwechselnd, immer mit Armeinsatz, denn ein kurzes Joggingintervall „ohne Arme“ hat uns gezeigt, dass wir wesentlich mehr Dynamik ausüben während des Laufens, wenn wir die Arme schön mitschwingen.
Wir lernen, als vordere Läufer eine große Schleife zu laufen mit der wir wieder zurücklaufen, um die hinten Laufenden wieder mit einzubeziehen und wir sehen alle, wo unsere Stärken und Schwächen am Anfang sind.
Zum Abschluss zeigt uns Harry, wie wir unsere Muskeln schön dehnen, was wir natürlich auch machen sollen, wenn wir alleine laufen.

Die ersten Kontakte werden geknüpft, die ersten Gemeinsamkeiten entdeckt, die Gruppe findet sich.
Nächsten Donnerstag, am 08.10.09, ist das nächste gemeinsame Lauftraining, dazwischen dürfen, lt. Harry sollen wir, einmal alleine laufen.

Donnerstag, 08.Oktober 2009

Heute treffen wir uns um 18.30 Uhr auf dem Sportplatz, alle zusammen, Anfänger, Fortgeschrittene und Fortgeschrittene +. Wir laufen und machen Gymnastik. Beim Laufen sehen wir natürlich die Cracks aus der F+-Gruppe, die laufen und laufen, überrunden uns ein ums andere Mal. Aber manche von uns lassen sich auch anstecken und versuchen, ein bisschen mitzuhalten. Aber besser ist es, es langsam angehen zu lassen, wir laufen 5 Min., dann kommt eine Walkingphase, die aber von Mal zu Mal immer kürzer wird, wer hat’s gemerkt ? ?
Zwischendurch machen wir alle zusammen Gymnastik, damit wir richtig warm sind, dann laufen wir weiter. Zum Schluss des Trainings wird wieder gedehnt, anschließend treffen wir uns zum Stammtisch im Kilianshof.
Dort sitzen wir nicht so gemischt nach Gruppen, sondern mehr die Anfänger zusammen, wir wollen uns ja kennenlernen. Aber ein paar derer, die schon einen Halbmarathon oder sogar mehrere geschafft haben, können wir befragen, wie es geklappt hat. Und eigentlich merkt man, dass alle viel Spaß bei der Sache hatten. Na, dann kann ja nichts schief gehen, Spaß macht es bisher auf jeden Fall. Wir unterhalten uns über Laufen im Dunkeln, mit Hundebegleitung, wer einen hat, morgens oder abends, und versuchen so, für jeden von uns die besten Möglichkeiten herauszufinden.
Am Sonntag werden wir Anfänger wieder bereitstehen zum nächsten Training, die Fortgeschrittenen machen am Samstag beim Lindenseelauf mit, haben dafür am Sonntag kein Training.

Sonntag, 11. Oktober 2009

10.15 Uhr sitzen wir im Clubraum und unsere Anwesenheit wird von Harry geprüft, indem wir unsere Namen sagen und Harry „uns abhakt“. So lernen wir auch langsam gegenseitig unsere Namen. Harry macht uns nochmal auf das Ernährungsseminar aufmerksam, das nur stattfinden kann, wenn genug von uns mitmachen bzw. hören wollen, was die Ernährungswissenschaftlerin zu „Sport und Ernährung“ zu sagen hat. Da kann ich mal sehen, was ich hätte machen können, wenn ich mein Studium zu Ende gebracht hätte. Aber damals war das Fach noch nicht so bekannt, und promovieren wollte ich wirklich nicht. Mensch, ist das echt schon 22 Jahre her, dass ich das Studium geschmissen habe? Ich werde wohl doch langsam alt. Aber nicht zu alt, um beim Training mitzumachen. Heute gehen wir Anfänger nämlich zum ersten Mal ins „Gelände“, sprich, wir laufen am Polder und den Feldern entlang durch’s Ried. Ich merke, dass ich diesmal wirklich viel zu Trinken brauche. Wir steigern uns schon ganz ordentlich, die Gehpausen werden seltener und kürzer. Aber ich kann noch gut mithalten und komme nicht an meine Grenze. Das macht schonmal Mut.
Zum Schluss bekommen wir alle unsere Trainingspläne überreicht. Es gibt zwei unterschiedliche Pläne, für „angefangene“ und für „fortgeschrittene“ Anfänger. Es sind nicht alle mit ihren Plänen einverstanden, also wird nochmal, in Absprache mit Harry, getauscht.
Wieder müssen wir, bis wir uns Donnerstag zum Training erneut treffen, einmal zwischendurch laufen, diesmal wissen wir nach unserem Trainingsplan ja auch, wieviel bzw. wie lange wir laufen sollten.
Am 21.11. steht unser erster 5 km-Lauf an. Den dürften wir locker schaffen, denn heute sind wir insgesamt schon mehr als 5 km gelaufen. Wir sind echt eine prima Truppe, es macht Spaß.

Donnerstag, 15. Oktober 2009

18.00 Uhr ist Treffpunkt am TVL. Ich bin natürlich wieder so knapp, dass ich schon hin joggen muss. Es ist sehr kalt, fühlt sich schon wie Winter an, und es ist auch nicht mehr so lange hell, also muss ich an die Reflektoren denken.
Beim TVL angekommen, sind noch nicht alle da. Wir warten noch bis 18.03 Uhr, dann geht’s los, zuerst mit Walken. Nach kurzer Zeit wird gejoggt.
Obwohl ich gestern und heute leichte Magenprobleme hatte, klappt das Laufen gut.
Wir laufen Richtung Mainz, bis zum Boothaus, mit mehreren „Einholschleifen“, damit wir zusammen bleiben und dann wieder zurück, zwischendurch mit immer kürzeren Walkpausen. Es bilden sich langsam Grüppchen, einige haben sich schon gefunden. Ich spreche mit einigen verschiedenen Läufern, habe aber doch mehr meinen eigenen Rhythmus beim Laufen, noch scheine ich Individualist zu sein. Ich vergrößere teilweise die Schleifen, weil das Tempo noch nicht ganz meins ist.
Als uns Harry bei der Rückkunft sagt, dass wir 5,3 km in 50 Minuten gelaufen sind, bin ich doch etwas überrascht es fühlte sich viel weniger an. Sind wir schon fitter geworden? Ich konnte mich gut unterhalten und bin nicht ausgepowert. Das Gefühl, bei der F-Gruppe gleich anschließend noch mitlaufen zu können, habe ich nicht alleine.
Mal sehen, ob es am Sonntag auch so leicht scheinen wird.

Sonntag, 18. Oktober 2009

Meine Güte, was haben wir für ein Glück mit dem Wetter! Gestern war es sehr wechselhaft, und heute scheint mal wieder die Sonne, so dass es auch gar nicht so kalt ist, wie es zuerst scheint.
Die Jacke lasse ich heute zu Hause, auch, wenn es erst kalt ist, die Entscheidung ist richtig, mir wird wie immer schnell warm.
Heute probiere ich die billigere Pulsuhr zum ersten Mal aus. Sie warnt mich schon beim Joggen zum TVL (ich bin wieder relativ spät dran ;-)), dass meine maximale Pulsfrequenz überschritten ist.
Aber das macht mir keine Sorgen, mein Ruhepuls ist auch schon relativ hoch.
Dieses Mal bin ich mal nicht bei den letzten und bekomme doch tatsächlich beim Treffen im Clubraum noch einen Sitzplatz.
Unsere Anwesenheit wird wieder von Harry überprüft, aber er ruft nicht mehr alle auf, bei manchen sieht er auch so schon, dass sie da sind, er kennt doch einige von uns inzwischen. Heute fehlen einige.
Harry erzählt nochmal von den kommenden Terminen, Ernährungsseminar, Einkaufstag beim „Ausrüster“, Lauftermine. Am 21.11. laufen wir 5 km mit, am 6.12. werden es schon die 10 km sein. Das soll aber schnell gehen.
Er gibt uns noch Sicherheitshinweise, da bekommen einige von uns doch Bedenken, auch, wenn sie das vorher nicht hatten. Wir sollen uns z.B. zusammen tun, wenn wir dienstags laufen. Aber ich glaube kaum, dass ich jemanden finden werde, der morgens früh mit mir läuft, die meisten arbeiten dann eben. Werde ich also weiterhin alleine laufen, es macht mir nichts aus.
Als wir loslaufen, merken wir, dass wir nach dem Walken doch schneller ans Laufen kommen sollen. Aber es klappt heute richtig gut. Ich versuche, mir ein paar Namen zu merken, zumindest die, die ein ähnliches Tempo laufen, sollte ich kennen.
Tatsächlich bin ich heute mit Dagmar in der „Spitzengruppe“, es fällt uns jetzt schon relativ leicht, schnell zu laufen. Auch unsere hinten Laufenden werden allmählich schneller, das Feld ist meist nicht mehr so lang gezogen, Harry ist zufrieden mit uns.
Gedanklich beschäftigen wir uns schon mit dem 09. Mai 2010. Ich habe gerade die Probleme, dass ich schnell und oft zur Toilette muss. Harry kann mich beruhigen, es wird dort genug Dixi-Häuschen geben. Aber da verliert man doch Zeit. Vielleicht klappt es bis dahin besser, und ich schwitze mehr aus und muss dann nicht mehr so oft.
6,7 km haben wir heute geschafft, und ich bin nicht erledigt, sondern habe es wirklich gut gepackt. Das freut mich sehr.
Nach den Dehnübungen sind wir für heute entlassen.

Donnerstag, 22. Oktober 2009

Pünktlich um 18.00 Uhr geht es los mit kurzer Walk“einleitung“. Meinen Test habe ich schon absolviert, weil ich wieder zum TVL joggen musste, wie eigentlich immer. Dabei ging mein Puls schon nicht mehr so hoch, wie sonst. Überhaupt scheine ich heute wirklich fit zu sein, wann kommt der Einbruch??? Nur beim Loslaufen von zu Hause fällt mir auf, dass ich meine Handschuhe vergessen habe. Unterwegs merke ich dann, dass ich auch meinen Halswärmer nicht anhabe. Bei 10-11°C eigentlich kein Problem, aber es wird ja kälter.
Mein Puls steigt auch bei höherer Belastung heute nicht in hohe Höhen, das erste Mal kein Piepsen bei meiner Pulsuhr wegen grenzwertigem Maximalpuls, das ist schonmal gut.
Wir laufen wieder Richtung Mainz und kommen heute wesentlich weiter, als wir letzten Donnerstag gelaufen sind, schon bis zum Zementwerk. Wir scheinen alle an Fitness gewonnen zu haben.
Auch die Walkpausen werden immer seltener und kürzer.
Als wir auf dem Rückweg sind, wird es doch deutlich dunkler, der Herbst ist eben echt da. Wie gut, dass ich an meine Stirnlampe gedacht habe. So komme ich unbeabsichtigterweise an die Spitze, weil von den vorderen Läufern keine(r) ein Licht dabei hat. Nächste Woche wird es schon beim Loslaufen dunkel sein, weil am Wochenende die Uhren wieder auf Winterzeit, sprich’ „Normalzeit“ umgestellt werden, da werden dann sicher alle ihre Lampen dabei haben..
Aber es wird auch so schon empfindlich kalt, heute habe ich das erste Mal zu wenig an. Wahrscheinlich einfach, weil die Handschuhe fehlen, kühle ich aus. Auch das Stirnband ist zu dünn. Also, da schwitze ich doch lieber. Wegen einer Schleife zum Schluss komme ich als drittletzte an, und habe den Anfang der Gymnastik verpasst. Ich bekomme gerade noch mit, wie Harry sagt, dass wir in 58 Minuten 6,3 km geschafft haben. Gute Zeit! Der Lindenseelauf kann kommen. Bis dahin schaffen wir es, die ganze Strecke zu joggen, da bin ich sicher.

Sonntag, 25. Oktober 2009

Heute steht um 10.00 Uhr erst einmal das Ernährungsseminar auf dem Plan.
Wir lernen von der Oecotrophologin, die so aussieht, als würde sie sich nicht nur gut ernähren, sondern auch viel Sport treiben, wie wir uns während unseres Trainings und beim Wettkampf richtig ernähren können.
Das meiste weiß ich schon, aber für den Wettkampf erfahre ich doch noch ein paar Neuigkeiten und auch für die Getränkeauswahl. Ich wäre wohl nie darauf gekommen, in mein Wasser, das ich immer mitnehme, etwas Salz zu tun. Nun werde ich es mal ausprobieren.

Nach einer knappen Stunde wissen wir genug über die richtige Ernährung, eine Zusammenfassung gibt’s an Harry per mail, der sie uns dann weiterleiten wird.

Nun kommen wir bei schönstem Sonnenschein wieder ans Laufen. Davor bei dem schönen Wetter machen wir noch ein paar Gruppenfotos.
Ich habe schon gemerkt, als ich aus dem Haus ging, dass ich wohl zu warm angezogen bin. Natürlich fehlte mir aber die Zeit, mich noch eben umzuziehen. Aber ich bin nicht nur etwas sondern viel zu warm angezogen. Am Donnerstag fror ich, heute schwitze ich, wie schon lange nicht mehr. Es ist so warm, dass man denken könnte, man hätte in Shorts und T-Shirt laufen können. Stattdessen habe ich meine Winter-Laufsachen an. Puh!
Dafür habe ich mich passend zum Thema des heutigen Tages auch noch falsch ernährt, meine Müsli-Portion vor dem Laufen war zu groß und außerdem zu spät vor dem Laufen eingenommen. Deshalb bin ich heute in der mittleren Gruppe anzutreffen, denn statt nach einer Viertelstunde fit zu werden, baue ich langsam ab. Aber ich komme trotzdem noch gut mit.

Wir laufen laut Harry heute 6,7 km in 58 Minuten, das ist respektabel.
Die üblichen Dehnübungen sind wichtig, denn Muskelkater hatte ich nach dem laufen noch nie. Heute habe ich dabei das erste Mal keine Krämpfe im Oberschenkel.

Donnerstag, 29. Oktober 2009

Es ist neblig und kalt, nach den Erfahrungen von letztem Donnerstag möchte ich nicht frieren und ziehe deshalb meine Winter-Laufhose an.
Das Anziehen dauert heute sowieso länger, denn man muss ja an die Reflektoren, Reflektorweste, Stirnlampe und weitere Accesoires denken, wie Stirnband, Handschuhe, etc. Wie wird das bloß im Winter werden??
Obwohl ich heute ein organisatorisches Problem mit der Kinderbetreuung habe, meine „Baby“sitterin kann nicht (dafür kommt später eine nette Nachbarin zu meinen Kindern), gehe ich so rechtzeitig von zu Hause los, dass ich nicht zum TVL joggen muss, das erste Mal, meine ich :-).

Fast alle sind ähnlich ausgestattet wie ich, wir leuchten um die Wette. Wer jetzt noch nichts dergleichen hat, wird sicher morgen beim Sonderverkauf eines Sportartikelgeschäfts, ausschließlich für uns, zuschlagen.

Harry kündigt uns an, dass wir heute das letzte Mal mit Walken beginnen werden und auch das letzte Mal für unser Training zwischendurch Walkpausen einlegen werden.
Dafür klappt das Joggen wunderbar, wir brauchen kaum Schleifen zu laufen, bleiben anfangs so nah beieinander, dass wir niemanden hinten „verlieren“.
Wir laufen, wie immer donnerstags, Richtung Mainz und kommen heute schon fast bis Weisenau, wow. Und als ich das erste Mal auf meine Uhr schaue, um zu sehen, wie lange wir schon unterwegs sind, bin ich ganz erstaunt, dass wir schon 24 Minuten laufen, gefühlt sind es zehn, maximal 15 Minuten! So fit sind wir schon.
Mir fehlt so ein bisschen meine Laufpartnerin Dagmar, die heute und Sonntag leider nicht dabei ist. So laufe ich mal vorne, mal in der Mitte, mal hinten mit, finde keinen einheitlichen Rhythmus, komme aber gut mit und habe das erste Mal einen durchschnittlichen Puls von unter 150 Schlägen pro Minute.
Auf dem Rückweg in Höhe des Zementwerks, bei einer kleinen Schleife, dann ein kurzer Schreck, vor mir stürzt ein Läufer, es ist Robert, aber er rollt gut ab, steht sofort wieder auf und läuft weiter, es scheint tatsächlich nichts passiert zu sein, wie gut.
Wieder beim TVL angekommen, zeigt meine Uhr an, dass wir 59 Minuten unterwegs waren, leider verpasse ich, wegen eines dringenden Bedürfnisses, sowohl die Ansage von Harry, wieviel km wir unterwegs waren, als auch den Anfang des Stretchings.
Sonntag werde auch ich nicht dabei sein können, weil ich auf einer Messe arbeiten werde, dafür werde ich dann am Samstag laufen.

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Donnerstag, 05. November 2009

Den zehnten gemeinsamen Trainingstag, letzten Sonntag, verpasste ich leider, weil ich ja arbeiten musste.
Dafür lief ich am Samstag, aber ich merke, dass das gemeinsame Training doch effektiver ist.
Am Morgen habe ich heftige Rückenschmerzen bekommen, versuche also heute mich nicht zu überfordern und bin eigentlich froh, dass wir heute auf der federnden Bahnund nicht auf Asphalt laufen.
Heute steht dafür richtige Gymnastik im Vordergrund, die Trainerin der Leistungsgruppe Leichtathletik, ehemalige Siebenkämpferin in der Olympiaauswahl Ungarns, Zsuzsanna Müller, ist heute Abend um 18.30 Uhr da, um uns ein paar Tipps zu geben, wie wir warm werden vor dem Laufen. Sie sagt, dass es ganz wichtig ist, nicht mit kalten Muskeln loszulaufen, denn das birgt ein hohes Verletzungsrisiko. Sie zeigt uns einige Übungen, erzählt uns, wie wir eine richtige Laufhaltung einnehmen sollten, um möglichst effektiv zu laufen.
Wir Anfänger werden nach einer Viertelstunde Gymnastik von Harry in die Bahn geschickt, ca. 25 Minuten lang Runden laufen. Das ist nicht das, was wirklich Spaß macht, aber heute ist ja der erste Donnerstag im Monat, also gibt’s danach noch den Stammtisch.
Ich laufe mit Dagmar, so können wir uns wenigstens unterhalten, sonst wäre es echt zu öde. Erstaunlicherweise geht es mit meinem Rücken recht gut.
Die F und F +- Gruppe läuft nach längerer Gymnastik los, so dass sie noch in der Bahn unterwegs sind, als wir unsere Dehnübungen machen. Sie stoßen aber dann auch dazu, heute war eben mehr Gymnastik-Tag.
Als ich nach Hause gehe, unterhalte ich mich noch mit Birgit und Matthias aus der F-Gruppe, die meinen, dass die Gymnastik ihnen etwas gebracht hat, denn Frau Müller hat doch einiges anders gemacht als Harry. Es ist gut, auch mal die andere Seite zu sehen und dann für sich zu entscheiden, was wichtig ist.
Wir laufen mit Harry ja auch nicht gleich volle Kanne los, sondern fangen langsam, zum warm werden, an.
Der Stammtisch findet heute ohne mich statt, ich habe etwas anderes vor.

Sonntag, 08. November 2009

Um 10.15 Uhr treffen wir uns im Raum vom TVL.
Harry erzählt uns von weiteren Terminen, was uns an den nächsten Sonntagen an Vorträgen erwartet. Am 29.11. und am 13.12. sind vor dem Laufen jeweils einstündige Vorträge von einer Ärztin und einem Orthopädie-Techniker. Anschließend gibt er uns den Tipp, ein zweites Paar Laufschuhe zu erwerben oder besitzen, damit das andere sich „ausruhen“ kann.
Anschließend geht es auf die „Piste“, Richtung Nackenheim, an den Poldern entlang.
Eigentlich fühlte ich mich heute Morgen fit, der Rücken ist auch wieder in Ordnung, aber beim Laufen geht mein Puls richtig schnell hoch und bleibt auch da oben. Konditionell habe ich keine Probleme, aber der Puls könnte besser sein. Wir sind recht gut unterwegs, drehen einige Schleifen, und dann verliert sich die Gruppe ein bisschen. Ein paar laufen ohne Schleifen weiter, aber die anderen kommen dann wieder zurück, und irgendwie wirkt es heute etwas durcheinander. So kann ich leider auch nicht vergleichen, wie gut ich meine Schrittlänge eingestellt habe. Denn jeder ist heute seine eigene Strecke gelaufen, habe ich den Eindruck. Mein Distanzmesser zeigt 7,8 km an, Harry sagt, wir wären 8,7 km in einer Stunde und 7 Minuten gelaufen.
Aber für den Lindenseelauf (5 km) sind wir nun wirklich alle fit.
Und auch der Nikolauslauf in Weiterstadt sollte uns keine Probleme bereiten, auch, wenn der dann schon 10 km lang ist.

Donnerstag, den 12. November war ich nicht dabei, weil Martinsumzug an der Grundschule meines kleinen Sohnes, der in der ersten Klasse ist, war. Die Gruppe ist 6,3 km in 50 Minuten gelaufen, für alle Statistiker ;-).

Sonntag, 15. November 2009

Um 10.15 Uhr treffen wir uns im Gruppenraum vom TVL.
Harry macht uns schonmal auf nächsten Samstag aufmerksam, an dem unser erster Wettbewerb stattfindet, unser 5 km-Lauf. Wir treffen uns um 13.15 Uhr am 21.11.09 am TVL, um Fahrgemeinschaften zu bilden und dann gemeinsam nach Rüsselsheim zu fahren.

Um 10.30 Uhr starten wir mit Laufen.
Ich bin gespannt, wie es bei mir klappen wird, denn ich konnte die ganze Woche wegen einer heftigen Erkältung nicht laufen und hoffe, dass ich keinen Hustenanfall unterwegs bekommen werde.
Aber, wie sich rasch herausstellt, ist das nicht mein Problem heute. Konditionell bin ich gut drauf, und ich habe auch keine Atemprobleme, die Erkältung scheint schon fast überstanden zu sein.
Wir laufen Richtung Bodenheim, am Polder entlang und kommen auch schon richtig weit, neben der Bundesstraße (vom Polder getrennt), bis zu deren Abzweig nach Bodenheim. Dort drehen wir nach mehreren Schleifen zwischendurch wieder um.
Und hier beginnt nun mein heutiges Problem. Auf einmal bekomme ich Schmerzen im linken Bein, seitlich am Bein entlang, bis zum Fuß ausstrahlend und ins Knie, sowie bis zum Oberschenkel und Po hoch. Eine Zerrung kann es nicht sein, denn es ist schleichend, nicht plötzlich, aber es wird immer heftiger, dass ich wirklich mit Joggen aufhören muss. Walken klappt aber fast ohne Schmerzen. Aber als ich wieder anfange zu joggen, ist der Schmerz so doll, dass ich wieder nur Walken kann.
Schließlich versuche ich es noch einmal, indem ich anders abrolle, aufrechter laufe, und da geht es wieder. Aber zum Ende hin ist es dann vorbei, dass ich mich nur noch quäle und dann mit Joggen aufhöre und das letzte Stück, das wir ohnehin zum „Auslaufen“ nehmen gehe.
Deshalb kann ich heute nicht alle Schleifen mitlaufen und werde wohl etwas weniger als die meisten gelaufen sein. Na, hoffentlich geht das wieder weg, das fehlt mir gerade noch vor dem Lauf am 21.11. Da will ich doch eigentlich eine richtig gute Zeit hinlegen. Dann hoffe ich einfach mal, dass es mit Trainingsrückstand und langem Stehen gestern, weil ich da auf einer Messe gearbeitet und viel gestanden habe, zusammen hängt und sich wieder gibt.
Wieder angekommen bin ich 53 Minuten und 6,8 km gelaufen. Ellen meint, die Läufer ohne Schleifen wären 6,3 km gelaufen, die mit viel Schleifen dann enstprechend mehr.
Ich bespreche mein Problem noch mit Harry, der aber auch erst einmal keinen Rat weiß, mir nur den Tipp gibt, mich evtl. an einen Spezialisten zu wenden. Ich hoffe, dass das nicht nötig sein wird.

Donnerstag, 19. November

Na, wer außer mir, hat mich noch abgeschrieben?
Aber ich bin wieder da und bin auch heute mitgelaufen. Zwar etwas verhaltener, weil ich schlicht und ergreifend Angst hatte vor diesen heftigen Schmerzen, wie ich sie am Sonntag hatte, aber ich habe es gepackt. Meine Schmerzen kamen vom Ischias, und mit Wärme und Ruhe sind sie besser geworden. Ich hoffe, dass ich am Samstag den ersten Test-Wettbewerb über 5 km, den Lindenseelauf in Rüsselsheim, trotzdem in recht guter Zeit schaffen werde.
Wir starten ein paar Minuten nach 18 Uhr, ich bin heute nicht die Letzte beim Eintreffen am TVL, aber wir denken, dass nun niemand mehr kommt. Außerdem sind unsere Wegstrecken ja klar, donnerstags geht’s Richtung Mainz, sonntags Richtung Nackenheim.
Wir drehen wieder einige Schleifen, so dass wir insgeamt nur bis kurz vor das Zementwerk kommen. Aber die Schleifen sind diesmal etwas ausgedehnter, damit unsere langsamste Läuferin nicht so einsam laufen muss, denn sie hat heute keine „Begleiterin“. Da ich heute ja auch nicht so schnell laufe, kann ich immer wieder sehen, wie ein „Lichtwurm“ auf mich zuläuft, die beleuchteten Läufer unserer Gruppe. Das sieht schon richtig gut aus, unsere Ausstattung lässt kaum noch zu wünschen übrig. Wir könnten uns fast zur Konkurrenz neben einem Weihnachtsbaum aufstellen, denn bis Weihnachten sind es nun auch nur noch 35 Tage.
Bis zum Halbmarathon sind es ein paar Tage mehr, und das ist gut so. Wir sind heute ca. 7 km in 55 Minuten gelaufen, zumindest die, die wie Harry die meisten Schleifen mitgelaufen sind.

Samstag, 21. November 2009, Lindenseelauf

Alle sind ein bisschen aufgeregt, denn heute ist unser erster Volkslauf.
Die F- und F+-Läufer beruhigen uns, die 5 km-Strecke ist schön. Manche mögen die Waldstrecke nicht, laufen lieber auf Asphalt, ich freue mich auf Waldwege, ich laufe sie gerne.
Ich habe mir heute meinen Vater und meinen Bruder mitgebracht, die mich „anfeuern“ sollen. Mein Bruder Ingo kann dann netterweise gleich die Gruppenfotos von uns machen, den Anfängern, und dann noch von allen TVL-ern, vor dem Lauf.
Um Punkt 14.20 Uhr wird der Lauf für die 5 km gestartet, mit richtigem (stinkendem ;-)) Startschuss. Wir laufen erst durch Wohngebiet, dann in die Felder, schließlich in den Wald. Das Wetter ist herrlich, ca. 14°C, ich kann im T-Shirt laufen, und es ist nicht zu kalt! Meine Pulsuhr spinnt zwischendurch und zeigt völlig falsche Werte an, aber als sie sich wieder beruhigt hat, merke ich, wie gut mein Gefühl schon ist, ich hatte meinen Puls auf etwa 155 geschätzt, und genau da liegt er auch.
Die 15 km-Läufer starten um 14.30 Uhr und wir begegnen ihnen nur an einer Kreuzung, die Laufstrecke ist so aufgebaut, dass wir ihnen nicht im Weg rumlaufen, gut organisiert.
Als ich 19 Minuten gelaufen bin, merke ich, ich habe noch Potenzial und laufe etwas schneller. Wir sollen zwar den Lauf, wie Harry sagte, als normalen Trainingslauf betrachten, aber irgendwie funktioniert das nicht so richtig. Man möchte doch eine nette Zeit laufen. Als ich nachher mit anderen Läufern unserer Gruppe spreche, höre ich, dass es fast allen so geht.
Zum Schluss werden wir von Zuschauern schön angefeuert, also versuche ich noch einen Endspurt, der auch gut klappt. Nach meiner Uhr bin ich 32 Min. und 5 Sekunden gelaufen. Ich freue mich. Fast hätte ich Robert noch eingeholt. Und das Beste für mich: ich hatte heute keine Schmerzen. Hoffentlich bleibt das so.
Unsere ersten Läufer sind schon lange im Ziel, aber das habe ich nicht anders erwartet.
Auch Susanne schafft es und legt mit Harrys Unterstützung noch einen Endspurt hin, klasse!! Alle haben es geschafft, die gestartet sind. Herzlichen Glückwunsch!!!

Das Dehnen hätte ich fast vergessen, aber Harry macht uns noch darauf aufmerksam.

Donnerstag, 26. November 2009

Gerade will ich, wie gewohnt knapp, das Haus verlassen, da fängt es an, zu regnen. Das ist ja doof, damit hatte ich nicht gerechnet. Also gehe ich nochmal schnell rein ins Haus, leihe mir eine Kappe meines großen Sohnes aus, gehe dann wieder raus. Der Schauer verstärkt sich. Inzwischen ist es wirklich sowieso zu Fuß kaum noch pünktlich zu schaffen, und klatschnass möchte ich wirklich nicht werden, schon auf dem Weg zum TVL.
Also gehe ich wieder ins Haus, hole meinen Autoschlüssel und fahre die paar Meter bis zum TVL tatsächlich mit dem Auto. Aber es bewährt sich. Als ich beim Sportplatz aus dem Auto steige, regnet es noch. Wir treffen uns im „Clubraum“, und als wir um 18.03 Uhr rausgehen, hat es aufgehört!!
Die Gruppe ist heute sehr klein, wir sind nur 13 + Trainer Harry. Sind die anderen krank, haben Angst vor Regen oder etwas anderes vor? Von Dagmar weiß ich, dass sie in Berlin ist.
Wir laufen los in die Dunkelheit, alle wieder fast so gut ausgestattet wie ein Weihnachtsbaum, mit Leuchten, Reflektoren und blinkenden Lampen.
Relativ schnell komme ich mit Anja ins Gespräch, die jetzt erst zu uns gestoßen ist, weil sie an einer Entzündung im Knie litt. Wir haben ein ähnliches Tempo, sie scheint sich gut erholt zu haben von der Verletzung. Die Gruppe bleibt gut zusammen, und wir kommen heute richtig weit, bis Weisenau. Nach vier gelaufenen Kilometern drehen wir um. Das wird ein Rekord heute.
Aber ich merke, dass mich gegen Ende echt die Kraft verlässt. Zwei Tage hintereinander zu laufen ist doch nicht so gut, das spüre ich. Ich schaffe es zwar, bin aber wirklich erledigt, auch meine Beine sind schlapp. Ich stelle fest, dass ich mehr eine Morgenläuferin bin. Wenn ich abends laufe, habe ich meine täglichen km im Haus und beim zur-Schule-begleiten schon hinter mir. Das macht müde. Gut, dass die meisten Volksläufe und der Halbmarathon morgens stattfinden!!
Wieder beim TVL angekommen, zeigt meine Uhr an, dass ich 8,2, km gelaufen bin in einer Stunde und einer Minute.
Laut Harry sind wir 8 km in genau einer Stunde gelaufen. Was auch immer stimmt, ein Rekord ist es auf jeden Fall, soviel haben wir noch nie geschafft.

Sonntag, 29. November 2009

Heute um 10.00 Uhr treffen wir uns im Gruppenraum vom TVL, um einen Vortrag von einer Orthopädin, Frau Dr. Ziegler, zu hören.
Harry wird heute nicht mitlaufen, stellt uns Frau Dr. Ziegler vor, hilft ihr die Präsentation über Laptop zu starten und ist dann auf einer Geburtstagsfeier. Dafür wird Thomas heute mit uns laufen.
Der Vortrag befasst sich hauptsächlich mit dem Knie, seinem Aufbau, welche Verletzungen vorkommen können, wie man sie behandeln kann u.ä.
Der Vortrag ist jedenfalls sehr interessant, und ich denke, jede/r, der/die schonmal Knieprobleme hatte, kann etwas daraus mitnehmen.
Unser Lauf verläuft mit einigen Schleifen am Polder entlang wieder Richtung Bodenheim, und wir kommen auch ziemlich weit. Das Wetter wird immer besser, die Handschuhe hätte ich zu Hause lassen können, aber ich habe ja eine Jackentasche.
Die Schleifenläufer sind zum Schluss 8,6 km in gut einer Stunde gelaufen, der 10-km-Lauf in Weiterstadt kann kommen.
Nächsten Donnerstag ist ja wieder Stammtisch, daher werden wir nur auf dem Platz unserer Runden laufen, das ist nicht so günstig als Vorbereitung. Mal sehen, was ich noch dazwischen bauen kann.

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Donnerstag, 03. Dezember 2009

Heute steht wieder Training und Gymnastik mit Zsuzsanna Müller auf dem Plan, denn es ist der erste Donnerstag im Monat, mit anschließendem Stammtisch.
Als ich um 18:28 Uhr am Sportplatz ankomme, laufen die ersten schon ihre Runden. Ich schließe mich zum Warmlaufen an, denn es ist wirklich relativ kalt heute.
Nach einer Runde geht allerdings die Gymnastik schon los. Zsuzsanna zeigt uns einige neue Übungen, auch zum Dehnen der Hüfte und macht uns schön warm. Danach zeigt sie uns, wie man mit gerader Hüfte kurz schnell läuft, mit Knien hoch und ganz kleinen Schritten, es sieht mehr so aus, als wollten wir für’s Sprinten trainieren.
Anschließend kann, wer möchte, noch vor ihr laufen, um seinen Laufstil von ihr beurteilen zu lassen. Es machen alle mit, und ein paar kleine Verbesserungen bringt sie an. Aber ich denke, gerade vor dem Lauf in Weiterstadt am Sonntag will niemand seinen Laufstil komplett verändern, wenn er bisher damit gut gelaufen ist.
Nach weiteren Runden, die ich mit Anja laufe, machen wir wieder Dehnübungen, die teilweise etwas schwierig sind. Da ich seit Dienstag wieder Probleme mit meinem Ischias habe, bin ich sehr vorsichtig und übertreibe nicht.
Um 19.30 Uhr ist das Training für heute vorbei, zum Stammtisch kann ich diesmal nicht mit.

Sonntag, 06. Dezember 2009

Heute muss ich mal mit der Kurzzusammenfassung des Traingstages beginnen: juchhuh!!!
Es steht der Nikolauslauf in Weiterstadt auf dem Programm, unser erster, großer Test, denn die Strecke ist diesmal 10 km. Soviel sind wir im Training noch nie gelaufen. Aber ein bisschen Steigerung darf ja drin sein!
Zwei von uns Anfängern laufen die 5 km, aber die anderen laufen, genau wie die F- und die F+-Gruppe, die 10 km.
Ich bin sehr aufgeregt, denn ich habe ja seit Dienstag wieder Probleme mit dem Ischias und weiß daher nicht, ob ich durchhalten werde. Zu Hause mache ich schon meine Familie nervös, weil ich wie ein aufgescheuchtes Huhn umherlaufe.
Am Start ist es dann aber gut, sobald der Startschuss erklingt, laufe ich eben einfach nur. Die Strecke geht an Feldern vorbei und durch den Wald. Leider fängt es recht schnell an, richtig zu regnen, genieselt hat es schon vorher. Und ich hatte mich gegen die Regenjacke entschieden, weil ich nicht schwitzen wollte! Na ja, wasserabweisend ist die Jacke, die ich jetzt anhabe, auch. Da kann sie mal zeigen, wie gut sie ist. Ich laufe mit Anja, Dagmar läuft ein Stück vor uns, am Anfang mit Harry zusammen.
Es klappt alles ganz gut, wir haben ein gutes Tempo. Ungefähr bei km 4,5 werden wir überholt, von einem Läufer, der schon 9,5 km gelaufen ist, eindeutig der Spitzenreiter. Der Zweit- und Drittplatzierte überholen uns auch noch, das soll uns nicht stören. Wir fühlen uns wohl, mein Puls ist in Ordnung, ich habe keine Schmerzen, außer ein bisschen im Fuß, aber durch Wechseln der Laufposition von Anja und mir, sie läuft jetzt rechts und ich links, verschwinden die auch wieder, was wollen wir mehr?
Nach und nach können wir sogar das Tempo noch steigern, so dass wir ein paar Läufer überholen, die offenbar schneller gestartet sind. Wir haben wirklich noch Reserven, klasse!
Auf den letzten Metern legen wir noch einen echten Endspurt hin, das ist schon erstaunlich.
Wir haben es geschafft und sind echt glücklich. Juchhuh!!!

Donnerstag, 10. Dezember 2009

Heute gibt es gar nichts Ereignisreiches zu berichten.
Der Tag war sehr nass, um nicht zu sagen, schaurig schön, nicht nur deshalb ist die Besetzung heute Abend eher übersichtlich. Wir bekommen aber tatsächlich nur ein paar Regentropfen ab.
Wir sind nur zu 13 Läuferinnen und Läufer, inclusive unserem Trainer Harry.
Bei der Unterhaltung während des Laufens ist natürlich der Nikolauslauf letzten Sonntag Gesprächsthema Nummer 1. Eigentlich sind aber fast alle recht zufrieden mit ihrem Ergebnis, wenn auch nicht alle mit ihrer Platzierung. Die Zeitnahme stimmte auch nicht so hundertprozentig, aber es ist eben ein Volkslauf, kein genau gemessener Halb- oder Marathon.
Heute läuft es wieder ganz gut, nach 4 km Richtung Mainz, in Höhe Weisenau, drehen wir wieder, so dass, je nach Schleifenhäufigkeit, zwischen 8,1 und 8,6 gelaufene km auf der Uhr stehen. Leider haben zwei von uns Probleme und können nicht durchlaufen, ich wünsche euch gute Besserung.
Wir anderen freuen uns, mal wieder nett gelaufen zu sein.
Am nächsten Sonntag um 10.00 Uhr gibt es einen Vortrag über das Thema „Fuß und Laufschuh“. Danach wird dann gelaufen (mit den richtigen Schuhen ?)

Sonntag, 13. Dezember 2009

Der Vortrag von Dirk Meyer steht heute auf dem Programm. Er arbeitet in einem Orthopädie-Fachgeschäft und soll uns schlauer machen, was den Fuß und den dazugehörigen Laufschuh anbelangt.
Aber eigentlich ist es eine Mitdenk- und Mitmach-Stunde, die deshalb auch wirklich informativ und unterhaltsam ist. Dirk hat Modelle von Fuß und Bein bis Hüfte mitgebracht, damit wir sehen, wie alles zusammenhängt, wenn wir richtig oder falsch laufen.
Er fängt beim Fuß an und fragt uns, wie wir laufen, mit welchem Teil des Fußes wir aufsetzen, wie wir abrollen, usw. und daraus resultierend, wie sich das auf das Knie auswirkt und die Oberschenkel- und Pomuskulatur. Nun werden wir alle versuchen, aufrechter zu laufen, und dabei den Bauch häufiger mal anzuspannen.
Das war eine Stunde, aus der jede und jeder etwas an neuen Erkenntnissen mitgenommen hat und Spaß hat es auch noch gemacht. Danke, Dirk.
Anschließend laufen wir bei einer Temperatur von um die 0°C am Polder entlang, fast bis Bodenheim. Der Wind ist besonders unangenehm heute, er lässt mich eine noch tiefere Temperatur fühlen, obwohl ich nicht friere. So ganz gut drauf bin ich nicht heute, mein Puls kommt auch nicht hoch, und zum Schluss bekomme ich ordentlich Hunger. Und nach dem Lauf wird mir schnell kalt. Also geht es nach den Dehnübungen schnell nach Hause.
Je nach Schleifenlänge und –häufigkeit sind wir zwischen 7,4 und 8,1 km in 53 Minuten gelaufen.

Sonntag, 20. Dezember 2009

Am letzten Dienstag war Training, an dem ich leider nicht konnte. Am Donnerstag, dem 17.12. war die gemeinsame „Läufer-Weihnachtsfeier“, zu der ich leider auch nicht kommen konnte. Deswegen geht es mit dem Tagebuch erst heute weiter.

Der bisher kälteste Tag zum Training ist heute, so um die -11°Celsius dürfte es sein. Von der F-Gruppe kommen mir doch glatt nur vier Läufer entgegen, als ich zum TVL jogge (spät dran, wie so oft). Von unserer A-Gruppe sind deutlich mehr dabei, wir müssen ja auch intensiv trainieren, haben wir den Halbmarathon eben noch nie geschafft.
Wir probieren die „0 auf 21“-T-Shirts an, damit Harry die richtige Größe für jede(n) bestellen kann.
Ich scheine für die Jahreszeit jetzt richtig angezogen zu sein bei der Kälte, was gar nicht so einfach ist. Gestern, als ich nur einfach so draußen war, ohne zu laufen, war mir schon sehr kalt im Gesicht, also habe ich mir heute ein Tuch angezogen, das ich mir über den Mund ziehen kann. So geht es richtig gut. Meine Tagesform ist auch klasse, es macht richtig Spaß, auf dem knirschenden Schnee zu laufen, auch, wenn es, wie wir nachher merken, ganz schön anstrengend ist. Die etwas schnellere Gruppe, zu der ich heute mal wieder gehöre, macht einen größeren Bogen fast nach Bodenheim hinein, dann über die Felder, bis zum Polder, wo wir auf die anderen treffen.
Das Dehnen wird zum Schluss nach Ankunft etwas abgekürzt, in der Kälte ist das nicht so günstig, man kühlt so schnell aus. Zu Hause wird das dann von jeder/jedem nachgeholt.
Wir sind zwischen 7,4 und 8,1 km gelaufen in ca. 55 Minuten, für die Kälte eine akzeptable Zeit.
Am Dienstag ist schon das nächste gemeinsame Training. Ein lustiges Erlebnis habe ich noch zu Hause, wie wohl andere auch, ich werde am Dienstag mal fragen.
Ich hatte vor dem Loslaufen, meine kleinen Flaschen mit sehr warmem Wasser gefüllt und etwas Salz hineingetan, sowohl für mich, als auch dafür, dass das Wasser nicht einfriert. Zu Hause wieder angekommen, sahen meine Flaschen dann so aus:

Sonntag, 27. Dezember 2009

Am letzten Dienstag fiel das Training wegen Glätte kurzfristig aus, weil Harry es nicht verantworten konnte und wollte, uns laufen zu lassen, die Verletzungsgefahr wäre einfach zu groß gewesen. So laufen viele von uns, zu denen auch ich gehöre, das einzige Mal diese Woche, weil ja nun Weihnachten dazwischen lag. Die ganz fleißigen sind tatsächlich allerdings Heiligabend gelaufen, bewundernswert.
Auch heute ist es an einigen Stellen glatt, aber tagsüber sieht man das einfach besser, als abends im Dunkeln, also können wir es wagen.
Wir laufen am Rhein entlang, eine Strecke, die ich sehr gerne mag und alleine auch schon einige Male gelaufen bin. Es ist um die 0°C kalt, aber wir laufen uns schnell warm. Ich bin recht gut drauf und laufe vorne mit. Meine Tagesform ist heute o.k. Wir laufen ziemlich weit nach meinem Gefühl, leider habe ich die Pulsuhr an, die keinen Kilometerzähler integriert hat, die wollte heute Morgen irgendwie nicht, wie ich wollte. Also muss ich genau dieselbe Strecke wie Volker laufen, wenn ich wissen will, wie weit wir laufen, denn sein Kilometerzähler funktioniert gut.
Am Ende werden nicht nur meine Beine müde, meine Güte! Aber, als wir ankommen, haben wir tatsächlich 9,7 km in einer Stunde und 7 Minuten geschafft, das hätte ich nicht gedacht!!! Ein paar unserer Gruppe brauchen etwas länger, aber wir haben alle eine ordentliche Leistung gebracht. Harry kündigt uns schon die neuen Trainingspläne ab Januar an, vor denen wir nicht erschrecken sollen. Aber wir wissen ja, was wir am Ende schaffen müssen. Da lassen wir uns doch nicht schocken!

Dienstag, 29. Dezember 2009

Der nasseste Trainingstag seit Beginn des gemeinsamen Trainings steht an.
Im Laufe des Tages haben wir Dauerregen, dann kommen Schauer, also denke ich, das wird doch klappen.
Als ich beim TVL ankomme, steht da nur eine Läuferin von uns, Stefanie, die mir dagt, dass Harry da und noch im Raum ist. Leider regnet es wieder etwas mehr.
Es kommen noch Harrys Frau und Irmgard und Rolf von der F-Gruppe. Daher beschließen wir, eine kleine Runde im Regen durch Laubenheim zu drehen. Das ist wirklich mal etwas Besonderes. In voller Leuchtmontur laufen wir im mal mehr, mal weniger starken Regen durch Laubenheim, zumindest auf der gleichen Seite Laubenheims, wie sich auch der TVL befindet.
Am Ende sind es tatsächlich 6,2 km, in relativ nassen Schuhen, die wir in 43 Minuten zurückgelegt haben. Ich weiß jetzt jedenfalls, warum ich mir eine Lauf-Regenjacke gekauft habe.

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Sonntag, 10. Januar 2010

Ein weißer Trainingstag steht an.
Es ist knapp unter 0°C, und in der Nacht hat es schön geschneit.
Wir bekommen vor dem Lauf ein paar wichtige Infos von Harry, die er uns aber auch noch mailen wird. Nächsten Samstag, den 16.01.10, findet der Lindenseelauf in Rüsselsheim statt, daher ist am Sonntag, dem 17.01. kein Training. Auch wir Anfänger werden die 10 km laufen, in Weiterstadt konnten wir das ja schon.
Die letzten Male konnte ich nicht dabei sein, einmal wegen Krankheit und einmal, weil meine Kinder Donnerstagabend zu lange allein gewesen wären. Daher gab es schon länger keine Tagebucheinträge mehr.
So kann ich nun endlich mal wieder bei einem gemeinsamen Training mitmachen. Das alleinige Laufen ist auch gar nicht so toll. Heute macht es richtig Spaß, durch die winterliche Landschaft zu laufen, auch, wenn es zwischendurch wieder zu schneien beginnt. Das kann man doch eher ab, als wenn es regnen würde.
Wir laufen 1 Std., 18 Min. und schaffen tatsächlich 10 km bzw. gut 8, je nachdem wie viele oder wenige Schleifen der oder die Einzelne gelaufen ist. Das ist doch prima. Der Lindenseelauf dürfte also doch für alle machbar sein, denke ich.

Samstag, 16. Januar 2010 - Lindenseelauf in Rüsselsheim

Ich muss arbeiten, eigentlich bis 14.00 Uhr und glaube nicht, dass ich es schaffe, früher von der Arbeit wegzukommen, um mitlaufen zu können.
Aber wider Erwarten haben wir gut zu tun, aber nicht soviel, so dass ich tatsächlich um 13.35 Uhr aus dem Geschäft komme und nach Rüsselsheim fahren kann.
Direkt von der Arbeit zum Lauf, das hatte ich auch noch nie.
Beim Gruppenfoto bin ich nicht dabei, weil ich mich noch umziehen muss, etwas spät dran bin ich schon. Aber rechtzeitig zum Start mit der Startnummer 39 stehe ich bereit.
Anja und ich wollen wieder zusammen laufen, sie freut sich, dass ich gekommen bin, ich freue mich, dass sie da ist, Dagmar ist leider krank.
Es ist um die 0 °C kalt, wir empfinden es schon fast als mild, denn der Winter ist bisher eher kalt, mit bis zu minus 15°C. Die Wege sind schneebedeckt, teilweise ist auch Eis dabei, aber man kann alles gut erkennen, das Laufen ist also kein Problem.
Anja und ich sind uns einig, wir wollen uns im Vergleich zum Weiterstädter Lauf auf jeden Fall steigern, am liebsten unter einer Stunde laufen. Nach den ersten 2 km stellen wir jedoch fest, dafür sind wir deutlich zu langsam, 7 Min. pro km sind wir bisher gelaufen. Also legen wir einen Zahn zu, und so schaffen wir tatsächlich 6 Min. pro km, zumindest bis km 8. Wir rollen das Feld von hinten auf und überholen einige Läuferinnen und Läufer. Aber bei km 8 stelle ich fest, für heute war mir dieses Tempo zu hoch. Ich sage Anja, sie soll durchlaufen, wenn sie kann, ich werde es wohl nicht mehr schaffen, macht ja auch nichts, Hauptsache eine Steigerung, das wird auf jeden Fall drin sein.
So viel langsamer als Anja bin ich dann doch nicht, sie läuft immer noch in Sichtweite vor mir, aber ich bin froh, einen Gang zurückgeschaltet zu haben, so geht’s mir besser.
Ich überhole sogar noch ein/zwei Läufer, die sich den Lauf wohl auch falsch eingeteilt haben und bin nach meiner Uhr in 1 Stunde und 3 Minuten im Ziel! Also bin ich wirklich besser als beim letzten Lauf. Schön.
Wir begrüßen noch die nächsten Läuferinnen und Läufer vom TVL, trinken Tee und dehnen uns.
Susanne ist noch nicht zu sehen.
Da ich relativ schnell nach Hause möchte, nach Arbeit und Lauf bin ich doch etwas fertig, warte ich nicht weiter und erfahre dann zu Hause über die Ergebnisliste, dass auch Susanne die 10 km gepackt hat. Super, herzlichen Glückwunsch!!!
Also haben alle TVLer, die gestartet sind, das Ziel erreicht. Klasse.

Donnerstag, 21. Januar 2010

Hey, heute bin ich mal wieder an einem Donnerstag dabei, wie schön.
Ich bin fast die letzte, die kommt, also laufen wir direkt los, als ich ankomme.
Dagmar ist auch wieder dabei, prima, dass sie soweit wieder fit ist. Leider ist Robert gar nicht fit, wie uns Harry erzählt, denn er wurde am Knie operiert. Von hier gute Besserung, Robert!
Wir laufen Richtung Mainz Innenstadt und kommen bis zum Zementwerk mit einigen Schleifen, dann geht’s wieder zurück. Wir sind 1 Stunde 3 Minuten gelaufen und haben 8 km geschafft. Das ist ganz o.k. Ich merke einfach, dass ich keine Abendläuferin bin, am Ende eines anstrengenden tages zu laufen, schlaucht mich ganz schön. Deshalb freue ich mich auf den langen Lauf am Sonntag.
Nach dem Dehnen spute ich mich, nach Hause zu kommen, denn ich habe ein dringendes Bedürfnis. Als ich meinen Schlüssel jedoch aus der Trinkgürtel-Tasche nehmen will, merke ich, dass ich den gesamten Gürtel mit Handy auf der Mauer beim TVL liegen gelassen habe! Nach Aufregung meinerseits und einigem hin und her, einem Telefonat, einer Rundmail und keinem Erfolg am Abend, bekomme ich dann aber am Freitag morgen einen Anruf von Susanne, die wusste, dass Petra einen Gürtel gefunden und mit nach Hause genommen hat.
Dann schicke ich ihr eine e-mail, um 8.15 Uhr dann die Erlösung, Petras Anruf, sie hat den Gürtel mit Schlüssel und Handy, was für ein Glück! Danke. Wäre klasse, wenn ich Schussel mal nicht dauernd was liegen liesse. Gut, dass alle so aufmerksam sind. Mir ist, trotz Schusseligkeit, noch nichts weggekommen.

Sonntag, 24. Januar 2010

Heute schneit es mal wieder, das ist mir deutlich lieber als Regen.
Wir haben heute Müsli- oder Fruchtriegel dabei, weil wir uns während des Laufes Energie zuführen sollen, denn wir laufen ja auch schon deutlich länger als eine Stunde.
Wir laufen erst einmal recht langsam, um Energie zu sparen. Die lange Runde machen zwar nur die schnelleren, aber Anja, Stefanie und ich laufen auch die Runde mit, obwohl wir nicht vorne mitlaufen, aber das ist uns lieber als das Schleifen laufen. In der Gruppe vergeht die Zeit deutlich schneller, als wenn man alleine läuft. So sind wir schon 45 Minuten unterwegs, als uns Harry auf’s Essen aufmerksam macht. Mein Fruchtriegel schmeckt erstmal nicht besonders, aber man gewöhnt sich daran. Aber ich habe nicht das Gefühl, es zu brauchen. Also bleibt es bei dem einen Biss.
Wir sind alle gut dabei, und am Schluss haben die schnellsten Läufer 12,3 km in einer Stunde 27 Minuten gebraucht, wir so etwa 11,8 km und die langsameren, ohne Schleifen und Extrarunde, ca. 9 km. Das ist doch wirklich schon ein klasse Fortschritt.

 

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Donnerstag, 18. Februar 2010

Endlich bin ich mal wieder dabei, nach beruflichem Stress und Krankheiten, noch nicht ganz fit, wage ich es mal wieder, mitzumachen. Aber nach anderthalb Wochen gar kein Laufen, ist es mal wieder dringend nötig, sonst komme ich gar nicht mehr rein, wo es doch langsam in die entscheidende Phase der Trainingsvorbereitung für den Halbmarathon geht.
Vom Winter haben wir alle die Nase voll, und so freuen wir uns, dass wir heute nicht auf Eis und Schnee laufen. Es ist ca 4°C „warm“, wird aber im Laufe des Laufens immer kälter. Ich bin richtig angezogen, friere nicht. Nach 55 Minuten sind wir wieder zurück, ca. 8 km haben wir, je nach Schleifenhäufigkeit, geschafft, und ich hatte keine konditionellen Schwierigkeiten, wie gut.

Sonntag, 21. Februar 2010

Leider bin ich wohl Donnerstag doch zu früh gestartet, schon seit gestern geht es mir gesundheitlich wieder schlechter, heute ist an Laufen nicht zu denken.
Die anderen haben hoffentlich, trotz erneuten Schneefalls, einen guten Lauf hinbekommen.

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Sonntag, 7. März 2010

Endlich bin ich mal wieder dabei, leider hatten mich diverse Krankheitserreger erwischt, so dass ich mich erst einmal richtig auskurieren musste.
Damit ich allerdings nicht ganz ungeübt zu unserem langen Lauf antrete, habe ich Montag und Freitag schon einmal für mich trainiert und gemerkt, dass es eigentlich klappen müsste.
So starten wir bei kaltem, sonnigem Winterwetter zu unserem langen Lauf der Woche. Dagmar war auch länger nicht dabei, so bleiben wir erst einmal zusammen und sehen, wie weit wir es schaffen. Also laufen wir nicht vorne, sondern mal ganz hinten. Eine Erfahrung, die ich nicht unbedingt brauchte, aber es ist trotzdem o.k. Das wichtigste ist für mich der Test, ob ich die ganze Zeit mithalten kann.
Der Wind ist ganz schön heftig, und, wenn er uns erwischt, bin ich froh, noch ein zusätzliches Tuch mitgenommen zu haben, dass ich mir noch über Hals und Ohren, sowie zeitweise auch über den Mund ziehen kann.
Wir laufen komplett um den ganzen Polder, mit ein paar Schleifen, Dagmar, Jens und ich, ohne, so dass wir am Ende 15 km schaffen, d.h., die Schleifenläufer haben 15 km auf der Uhr, ich knapp 14, nicht alle sind bis zum Schluss mitgelaufen.
Wir sind 1 Std. 45 Minuten gelaufen und haben am Schluss doch fast alle schwere Beine.
Das Dehnen ist nun umso wichtiger, das machen wir auch ausführlich mit teilweise neuen Übungen, die uns Harry zeigt.
Aber geschafft, wir rechnen nun schon hoch, wie unsere Zeiten wohl für den Halbmarthon sein werden.

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Donnerstag, 11. März 2010

Wir laufen heute bis Weisenau bei 4 °C, hoffentlich wird’s bald wärmer. Zum Glück werden wir nicht mehr lange die Beleuchtung brauchen. Bald ist Sommerzeit, dann ist es abends länger hell, aber auch so merken wir schon, dass es angenehmer wird, der Frühling kommt vielleicht doch irgendwann einmal.

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Donnerstag, 18. März 2010

Gymnastik ist mal wieder angesagt. Teilweise haben wir das Gefühl, dass die Übungen nicht so gut für Knie oder Gelenke sind, weil es etwas springen beinhaltet, auch über Hürden, und die tun mir jedenfalls nicht gut..
So lassen einige von uns die Übungen dann aus.
Anschließend laufen wir noch ein paar Runden am Platz. Aber solche Donnerstage bringen mir nicht soviel, weil ich lieber nur laufe. Obwohl Ausgleichübungen sicher auch wichtig sind.

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Donnerstag, 25. März 2010

Einige von uns sind doch etwas angeschlagen, der eine hat Probleme mit dem Knie, der andere mit dem Oberschenkel, ich hatte neulich auch Knieschmerzen am Dienstag und habe mich gequält, aber ich habe festgestellt, dass das wohl wieder vom Ischias kommt, der Druck zieht dann ins Knie und in den Fuß.
Heute bin ich am Anfang richtig gut drauf, fühle mich fit, laufe vorne mit, aber dann, nach einer Biegung, zieht mir ein Schmerz in den Fuß, so dass ich danach nur noch ganz vorsichtig laufe. Es wird wieder etwas besser, also schaffe ich es bis zum Schluss, allerdings nicht so locker wie gedacht, schade.

Sonntag, 28. März 2010

Heute steht unser erster Zwei-Stunden-Lauf an.
Ich weiß nicht, ob ich das packe, denn gestern hatte ich wieder massive Ischias-Probleme. In der Nacht habe ich dann schön etwas für die Wärmung und Lagerung des Bereichs getan, so dass ich es probieren werde.
Es klappt am Anfang erstaunlich gut. Ich laufe vorsichtig, also eher langsam und hinten, als bei den schnellen Läufern, mit und habe nur zwischenzeitlich mal Schmerzen im Fuß, die aber wieder weg gehen. Ein bisschen zwickt’s beim Ischiasnerv, aber kein Vergleich zur laufenden Woche. Trotzdem kürze ich dann etwas ab, zusammen mit Steffi, die das erste Mal nach einer Innenbandzerrung wieder mitläuft und ihr Knie auch noch nicht so strapazieren will.
Wir laufen also nur 97 Minuten und bei mir sind es 13 km, bei Steffi 14 km. Harry meint, wir müssten dann am Dienstag unseren Zwei-Stunden-Lauf schaffen, damit wir diese Zeit schonmal gelaufen sind.
Konditionell habe ich aber keine Probleme, so dass ich einfach nur sehen will, wie ich drauf bin am Dienstag und es danach entscheiden werde.
Leider ist bei meinen ganzen Problemchen, die sich summieren, das Ziel, den Halbmarthon zu schaffen, doch wieder etwas in die Ferne gerückt. Ich werde morgen mal versuchen, einen Arzt- und/oder Osteopathen-Termin zu bekommen.

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Sonntag, 11. April 2010

Mein erster 2-Stunden-Lauf soll das nun endlich werden.
Im Urlaub hatte ich wieder mit Erkältungen zu tun, so dass ich nur zweimal eine knappe Stunde gelaufen bin.
Es ist relativ kalt, nach den vergangenen, schon sehr frühlingshaften Tagen, so dass ich erst wirklich nicht zu warm angezogen bin.
Es wird gleichzeitig ein Drei-Brücken-Lauf für A- und F-Gruppen angeboten, so dass unsere Gruppe, die Richtung Nierstein läuft, doch recht klein ist. Zwei aus der F-Gruppe laufen bei uns mit und Thomas, der schonmal Harry vertreten hat. Insgesamt starten wir zu neunt.
Wir laufen bis zum hafen in Nackenheim, noch ein Stück weiter und bei km 8,5 wenden wir nach genau einer Stunde Lauf.
Da fangen bei mir die Probleme richtig an. Kommt es nun wieder vom Ischias und zieht dann ins Knie oder ist es nur das Knie? Ich weiß es nicht, aber leider werden die Schmerzen stärker.
Ich will aber unbedingt durchhalten, endlich mal zwei Stunden schaffen.
Dagmar, die mit mir läuft, hat auch große Probleme, aber wir kämpfen uns durch. Sie sagt, wir haben uns heute die Tapferkeitsmedaille verdient. Denn wir schaffen 16,7 km in 122 Minuten, puh.
Die anderen schaffen genau 17 km.
Bei mir war es aber leider ein Fehler, durchzuhalten.
Ich kann kaum noch gehen, vor allem, Treppen runtergehen, geht nicht ohne Schmerz.
Mein Traum scheint geplatzt…

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Donnerstag, 15. April 2010

Wer hätte es gedacht, ich bin doch wieder dabei.
Ich war beim Arzt, habe eine Entzündung im Knie, darf aber laufen. Mit Kniemanschette scheint das richtig zu sein. Es kommen zwar die Schmerzen wieder, aber sie sind auszuhalten. Volker meint schon, wir werden eine Invalidentruppe. So schlimm ist es aber wirklich nicht. Manche haben zwar Probleme, aber die, die bis jetzt durchgehalten haben, kriegen es auch hin. Auch Robert ist wieder dabei. Welcome back, Robert!
Heute laufe ich zwar ziemlich hinten mit, aber ich will es halt langsam angehen lassen, der Polderlauf am Samstag soll doch auch drin sein.
Und das Gute: nach dem Laufen geht es mir gut, nicht wie am Sonntag. Also scheine ich es richtig gemacht zu haben.
Die paar Tage bis zum Halbmarathon werden wir doch wohl noch durchhalten: Ich wünsche es allen!
Wir haben heute knapp 8 km in 58 Minuten geschafft, ich eher weniger, weil die schnellen Läufer die Schleifen wegen mir gedreht haben. Aber das ist mir egal.

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Samstag, 18. April 2010 - Polderlauf

Bei wunderbarem Wetter, sonnig und fast zu warm, gehen wir heute auf die 15 km-Strecke, offiziell gemessen.
Heute Morgen war ich noch aufgeregt, aber als ich am Start stehe, denke ich, Hauptsache, ich komme halbwegs schmerzfrei durch.
Ich laufe etwas zu schnell los, lasse mich von den Massen mitziehen, merke aber schnell, dass mir das nicht gut tut und drossele mein Tempo drastisch. Das ist genau richtig. Ab km 3 laufe ich mit Omur zusammen, wir passen heute vom Tempo gut zusammen und lernen uns ein bisschen besser kennen, das ist nett. Uns beiden ist es eigentlich zu warm und wir sind froh, unsere Kappen aufgesetzt zu haben. Bei km 6 gibt es Getränke, sie ich teils in mich hinein, teils auf mich drauf schütte, aber bei den Temperaturen macht das nichts.
Leider bekommt Omur ab dem 13. km Probleme und kann zum Schluss nicht mehr richtig mithalten, weil er als Diabetiker sich alles ganz gut einteilen muss, was nicht immer klappt. Schade. Aber er hat es trotzdem geschafft und ist angekommen!!!
Ich merke, dass ich bei km 9 und 10 leichte Schmerzen im Knie bekomme, die aber wieder weg gehen. Und zwischen 12 und 13 noch einmal, aber auch sie gehen wieder weg. Als ich ins Stadion einlaufe, werde ich von denen aus unserer Gruppe, die schon längst angekommen sind, angefeuert und laufe dann nochmal richtig los. Nach 1:44:58 h komme ich an und werde von Harry begrüßt und gleich gefragt, wie es geht. Er ist wirklich ein klasse Trainer! Und mir geht es erstaunlich gut, habe nur unendlichen Durst und auch Hunger, hatte vorher doch zu wenig gegessen.
Aber ich bin glücklich, ich habe durchgehalten, und es geht mir gut!!

Donnerstag, 22. April 2010

Um 18 Uhr treffen wir uns bei TVL und laufen unsere übliche Strecke bis Weisenau. Ich kann gut mithalten, laufe mit Kniemanschette und bin froh, dass mir meine tolle Osteopathin mal wieder helfen konnte.
Am Dienstag war ich bei ihr, und sie stellte fest, dass mein Außenmeniskus des linken Knies gequetscht ist. Und sie konnte ihn wieder „befreien“. Jetzt mache ich Übungen, um die richtige Rotation im Knie wiederherzustellen, denn ich habe mich doch mit Schonhaltung bewegt, wie ich merke.
Nach einer Stunde Lauf und knapp 8 km fühle ich mich gut, und ich hatte fast keine Schmerzen.
So langsam habe ich Hoffnung, dass ich am 9. Mai wirklich antreten kann, es fehlen nur noch meine Teilnahmeunterlagen vom Marathonbüro. Fast alle anderen haben sie schon. Aber sie werden schon noch kommen, hoffe ich.

Sonntag, 25. April 2010

Wir treffen uns heute um 9.45 Uhr am Laubenheimer Bahnhof, um nach Oppenheim mit dem Zug zu fahren, und von da aus zurückzulaufen.
Dagmar und ich haben uns vorher abgestimmt, dass wir langsam zusammen laufen wollen, wir werden einfach sehen, wie es uns geht, ihr mit ihrer Oberschenkelzerrung, oder was auch immer es ist, mir mit meinen Kniebeschwerden.
Nachdem ich am Donnerstag ja gut mithalten konnte, hoffe ich, dass es heute auch wieder gut klappt.
Aber der Schmerz kommt und geht. Ich laufe mit Kniemanschette, das klappte am Donnerstag auch schon gut.
Am Anfang habe ich heute aber doch gleich ein Drücken innen in der Kniekehle. Zum Glück wird es aber besser, je länger wir laufen.
Die anderen ziehen weit davon. Wir laufen mit Katja ein gutes Stück, aber auch sie bekommt Probleme, die sie auch schon länger hat, und muss daher hin und wieder gehen. Auch wir walken zwischendurch, weil der Untergrund zu uneben ist, und das ist bei unseren Beschwerden wirklich nicht gut.
Harry begleitet uns heute mit dem Fahrrad, so kommt er besser von der vorderen Gruppe zu uns dreien am Schluss. Etwas frustrierend ist es schon, dass wir jetzt am Schluss mitlaufen, aber wir wollen versuchen, durchzukommen, ohne in einen heftigen Schmerz hineinzulaufen.
Das klappt diesmal recht gut. Leider habe ich zum Ende hin doch wieder vermehrt Schmerzen im Knie, aber ganz zum Schluss gehen sie wieder weg. Ich weiß nicht, ob mir das Walken zwischendurch gut tut. Denn dann bewege ich mich ja völlig anders, und da muss sich der Körper auch wieder umstellen.
Wir kommen nach 2 Std und 10 Min bei knapp 17 km beim TVL an, treffen aber niemanden mehr an, also sind entweder die, die 21 km laufen wollten und daher eine Schleife im Polder gelaufen sind, noch nicht da, oder es sind alle schon längst fertig. Dagmar und ich trennen uns kurz vor dem TVL und laufen dann unsere letzte Strecke zu unserem Heim jeweils alleine.

Donnerstag, 29. April 2010

Harry ist heute nicht dabei, weil sein Schwiegervater Geburtstag feiert.
Also muss ich die Gruppe „zusammenhalten“.
Wir sind nur zu siebt. Leider kehrt Katja nach kurzer Zeit wieder um, siw läuft lieber im Polder, oder sie hört ganz auf.
So laufen wir zu sechst, alle etwa im gleichen Tempo, das klappt gut. Wir passen uns einander an. Kai und Julia laufen etwas weiter vorne, aber sie müssen nur zweimal eine kleine Schleife laufen.
Ich laufe heute das erste Mal mit neuen Einlagen und ohne Kniemanschette und habe keine Schmerzen!!!
Ein ganz normaler Trainingslauf. Langsam ist es wirklich der Endspurt.
Manche sind schon aufgeregt, ich war es bisher noch nicht.
Nach 58 Minuten und 8 km kommen wir wieder beim TVL an.

Sonntag, 2. Mai 2010

Noch eine Woche bis zum Halbmarathon.
Nun bin ich auch aufgeregt!
Wir treffen uns um 09.30 Uhr, laufen eine Viertelstunde später los in Richtung Polder. Den umlaufen wir heute mal wieder, 90 Minuten sollen es heute werden.
Dagmar und ich laufen zusammen, Dagmar heute auch das erste Mal mit neuen Einlagen.
Und wir können uns endlich mal wieder normal unterhalten, weil wir keine Schmerzen haben. Das sind doch gute Voraussetzungen. Das Durchbeißen hat sich gelohnt. Nun sollte es klappen, und wir können schon wieder Zeitvorgaben machen. In 2 Stunden und 30 Minuten müsste der Halbmarathon zu schaffen sein. Hoffentlich lassen wir uns nicht zu sehr von den am Anfang schon schnell laufenden Läufern mitreißen.
Ein lockerer Lauf. Nur zum Schluss werden die Beine etwas schwer. Aber das ist egal. Wir werden es schaffen. 12,4 km in 90 Minuten sind es heute, ohne Schleifen. Die Schleifenläufer haben natürlich etwas mehr.

Donnerstag, 06. Mai 2010

Das Training fiel heute echt ins Wasser, den ganzen Tag hat es nur geregnet.
Der Stammtisch war nett, nun sind wir zumindest gedanklich gerüstet für den Halbmarathon in drei Tagen.

Sonntag, 9. Mai 2010

Um 6 Uhr meldet sich mein Wecker, würde er, wenn ich nicht 10 Minuten vorher wach geworden wäre. Bis zum Losgehen um 7.35 Uhr habe ich noch Zeit für Frühstück, Flaschen befüllen, Verpflegung einpacken, überlegen, was man bei recht kalter, leicht regnerischer Witterung anzieht, usw.
Dann geht’s zum Bahnhof, wo sich einige von unserer Gruppe treffen.Mit dem Zug fahren wir dann eine Station. Vom Bahnhof „Römisches Theater“ gehen wir zur Rheingoldhalle, entscheiden, was wir nun wirklich anziehen, ich entscheide mich noch um, denn leider hat es nun richtig angefangen, zu regnen, also doch die Regenjacke anziehen. Bis wir unseren Kleiderbeutel abgegeben haben und uns durch die Massen zum Treffpunkt am Fischtor durchgewühlt haben, ist der Fototermin leider schon vorbei. Wir versuchen uns unterzustellen, was nicht so richtig klappt. Die Schlauen unter uns haben Harrys Tipp befolgt, und Mülltüten übergezogen, die verhindern, dass man nass wird und nachher einfach entsorgt werden können. Ich bin froh, immerhin eine Regenjacke angezogen zu haben, denn beim Warten auf den Start regnet es heftig.
Um 09.30 Uhr setzt sich das vordere Teilnehmerfeld in Bewegung. Bis wir loslaufen können, vergeht noch eine gewisse Zeit, dann heißt es „Stop and go“, bis wir richtig loslaufen können. Als wir auf die Startmess-Matte treten, ist es schon 09.39 Uhr, gut, dass die Nettozeiten gemessen werden.
Zum Glück ist der Regen weniger geworden, zeitweise hört er sogar ganz auf.
Am Anfang habe ich schon Probleme mit meinem linken Knie, aber glücklicherweise wird es besser, je weiter ich laufe. Dagmar und ich haben uns im Vorfeld schon entschlossen, heute gemeinsam zu laufen, und so machen wir es auch. Irgendwie kommt es einem gar nicht so schlimm vor, es ist nett, immer wieder angefeuert zu werden, Trommler an der Strecke zu hören, die Guggemusiker gefallen uns auch, so läuft man gut unterhalten. Erstaunlich schnell sind wir bei 7, dann 8 und auch die 9 km-Marke erreichen wir problemlos. Bei der Hälfte freuen wir uns schon, soweit gut gekommen zu sein. Bei km 12 legen wir eine kurze PP ein.
Als wir so etwa in Höhe des Gutenbergplatzes sind, haben wir einen leichten Durchhänger, aber Energieriegel und Anfeuerungsrufe, gute Musik und prima Stimmung am Rand richten uns wieder auf.
Auch die Wormser Straße empfinde ich als nicht so dramatisch, ich werde noch von einer netten, bekannten Familie angefeuert, und in Höhe des Weisenauer Tanzplatzes stehen meine Söhne und mein Mann. In der Wendekurve steht eine größe Laubenheimer Gruppe, die auch nochmal kräftig anfeuert. Dann kommen wir nochmal bei meinen „Männern“ vorbei, werden fotografiert und laufen so weit, wie noch nie zuvor. Dagmar und ich hatten bisher ja nur 17 km geschafft.
Aber wir packen es, da sind wir sicher. Zwischendurch läuft Harry noch etwa einen Kilometer mit uns mit und bekräftigt, dass auch er an uns glaubt. Bei der Pastaparty gestern hat er jedem von uns ja auch einen schönen Zettel mitgegeben, auf dem „Du schaffst es!!!!“ stand.
Zum Schlus haben wir sogar noch Reserve, ein paar Läufer zu überholen, etwas „Gas“ zu geben. Das macht richtig Spaß. Und so packen wir es, bei 2:30:24 h Nettozeit durch’s Ziel zu laufen, gleichzeitig!
Boah, sind wir stolz auf uns.
Wir umarmen uns, glücklich, vollgepumpt mit Endorphinen, werden von unseren Laufkollegen/Innen begrüßt und beglückwünscht.
Dann gibt’s erstmal ein alkoholfreies Weizen und eine Brezel.
Die Sofort-Urkunde lassen wir uns ausdrucken, die Medaille gravieren, wir wollen doch beweisen, was wir geschafft haben.
Harry kommt auch und umarmt uns alle nacheinander.
Er hat es als unser Trainer hinbekommen, uns bis hierher zu bringen. Klasse und herzlichen Dank!!!!