Willkommen beim Turnverein Laubenheim

Sportarten

Lauftagebuch 2011 (von Verena / Karin)

Sonntag, 25. März 2012
Am Sonntag, den 25.3.2012 trafen wir uns bei strahlendem Sonnenschein am Laubenheimer Bahnhof, um mit dem Zug um 9 Uhr nach Oppenheim zu fahren.Es sollte unser bisher längster Lauf werden. Die Stimmung war sehr gut und wir hatten schon viel Spaß während der Fahrt.
Nachdem wir am Bahnhof angekommen waren, begann für uns das Abenteuer...
Wir liefen zuerst am Rhein entlang Richtung Nierstein und durch die Nähe des Stromes ging immer ein angenehmes Lüftchen bei frühlingshaften Temperaturen. In Nierstein angekommen, setzten wir unseren Lauf in den Weinbergen fort. Der Anblick der Weinberge und des Rheins war wunderschön; man hatte direkt ein Urlaubsfeeling! Unterwegs hatte glücklicherweise kein Läufer Probleme bekommen. Die Stimmung war weiterhin sehr gut und wir liefen dann auf der Landstraße in Richtung Nackenheim weiter. Keiner der Läufer machte schlapp, so dass niemand das Angebot vom Harry, ggf. mit dem Zug von Nackenheim wieder zurück zu fahren, in Anspruch nehmen musste.
Von Nackenheim aus ging es direkt über Bodenheim durch den Polder zurück nach Laubenheim zur Sporthalle. Alle Läufer kamen nach ca. 2 1/2 Stunden (18-19 km) wohlbehalten und stolz überihre Leistungen dort an. Nachdem wir uns ausgiebig gedehnt und noch etwas unterhalten hatten, machten wir uns auf den Nachhauseweg.

So., 12. Februar 2012 - Karin Hampf
Heute, am Sonntag, den 12.02.2012 fanden wir uns gegen 9:30 Uhr in unserem Gruppenraum ein.
Dort referierte unsere Mitläuferin Juliane (Physiotherapeutin) über das "Kinesio Taping".
Hierbei handelt es sich um ein vor etwa 30 Jahren von dem japanischen Chiropraktiker Kenzo Kase
entwickeltes atmungsaktives, hochelastisches, aus Baumwolle bestehendes, hautfreundliches Tape,
welches an allen Stellen des Körpers angebracht werden kann. Je nach Art der Verletzung werden
verschiedenfarbige Tapes individuell zugeschnitten.
Vielen Dank an Juliane für den tollen lehrreichen Vortrag!
Danach ging es bei strahlendem Sonnenschein hinaus in die eisige Kälte.
Unsere Laufstrecke führte uns am Rhein entlang zum Winterhafen.
Am Winterhafen angekommen, packten wir unsere Energieriegel aus und machten uns auf den
Rückweg. Nach 100 Minuten und etwa 13,1 km kamen wir wieder an der Sporhalle an.
Es war ein sehr schöner Lauf!
Nachdem wir dort noch unsere Dehnungsübungen machten, begaben wir uns in den wohlverdienten
Sonntag.

Di., 7. Februar 2012 - Text Karin Hampf
Bei Eiseskälte und Schneesturm wagten sich gegen 17 Uhr drei unerschrockene Frauen zum Laufen in den Polder.
Genia, Ayla und Karin hatten sich vorsorglich für den Fall aller Fälle mit Verpflegung und heißen Getränken gewappnet.
Am Anfang war es wieder so wie bei den letzten Läufen bei saukaltem Wetter: die Finger starben fast ab. Aber nach
etwa 15 Minuten hatten wir das Problem im wahrsten Sinne des Wortes wieder im Griff.
Durch den Schnee war es noch sehr hell, so dass wir sogar unsere Lampen nicht einschalten brauchten.
Das Laufen machte uns viel Spaß; nur auf dem Rückweg fegte uns der heftige Wind den feinen Schnee sehr unangenehm
ins Gesicht. Nach einer Stunde und 4 Minuten kamen wir glücklicherweise ohne Verletzungen am Sportplatz wieder an
und waren glücklich, dass wir unseren Lauf "durchgezogen" haben.
Unsere Dehnübungen haben wir dann aber zu Hause vorgenommen.

So., 5. Februar 2012 - Kalt, kälter, am kältesten
Wenn man, was das Wetter angeht, so verwöhnt ist, wie wir es sind, dann sind die derzeitigen Temperaturen echt hart. Vor allem wenn der Kopf schon gar nicht mehr mit zweistelligen Minusgraden gerechnet hat. Und wie wichtig der Kopf beim Laufen ist, haben wir alle schon erfahren. Letzten Sonntag waren wir noch mit 1 Grad gesegnet und gestern dann Minus 11 Grad, das muss wirklich nicht wiederholt werden. Natürlich wird man während des Laufens warm, aber auch nur bedingt. Sehr unangenehm empfinde ich und auch andere Läufer den Mundschutz, der dafür sorgt, dass die Luft nicht ganz so kalt in der Lunge ankommt. Laufen und durch einen Widerstand atmen, hatte ich mir irgendwie leichter vorgestellt. Auch die dritte und vierte Hose oder Unterhose macht einen 12 Kilometerlauf nicht unbedingt zum Vergnügen. Man muss also schon ein großes Ziel vor Augen haben, wenn man bei diesen Temperaturen läuft und dann auch noch derartige Distanzen. Und wir haben ja ein Ziel. Das wir es erreichen, steht für mich außer Frage. Uns trennen ja nur noch 9 Kilometer, von den zu erreichenden 21. Solange es bis Mai auch wieder angenehmere Temperaturen gibt, werden wir die 9 Kilometer alsbald im Sack haben. Also halten wir durch und freuen uns auf den Tag, an welchem wir in kurzen Hosen und nur mit kurzärmligen T-Shirt bekleidet durch den Polder flitzen.

Di., 24. Januar 2012 - Spürbar mehr Kilometer
Am letzten Donnerstag ist unser Lauftraining tatsächlich ins Wasser gefallen, zumindest teilweise, denn es hat geschüttet wie aus Eimern. Selbstverständlich wurde trotzdem trainiert, diesmal in der Halle. Und Harry wäre nicht Harry, wenn er uns nicht auch beim Indoor-Training zum Schwitzen bringen würde. Das war echt anstrengend und obwohl unsere Kondition nicht die Schlechteste ist - man läuft ja schon seit einigen Monaten – erkennt man, dass Laufen eben auch nur einen Teil des Körpers trainiert. Nun ja, man kann nicht alles haben. Wir haben uns gut geschlagen und sind, nach dem Regen, auch noch eine kleine Runde gelaufen. Um die versäumten Kilometer aufzuholen, sind einige Läuferinnen am Freitag dann wenigstens die kleine Runde (6,5 Kilometer) gelaufen. Wir wollen ja schließlich nicht in Kilometerrückstand geraten. Am Sonntag verkündete Harry dann die frohe Botschaft, dass ein 95 Minutenlauf ansteht. Was in Zukunft noch häufiger und noch länger der Fall sein wird. Tja, zwischen 10 und 21 Kilometer gibt es eben doch noch einen kleinen Unterschied. Diesmal hatten wir auch Glück mit dem Wetter und sind fast 13 Kilometer gelaufen. Bei allen klappte es besser, als mancher zuvor dachte. Wenn´s läuft, dann läuft´s eben. Gestern stand dann wieder unser obligatorischer Dienstagslauf an und bei trockenem und kühlen Wetter haben wir uns auf den Weg gemacht. Schön, dass es jetzt nicht mehr ganz so dunkel ist. Das macht eine Menge aus, wenn es ums Wohlfühlen während des Laufens geht. Ebenso motivierend sind die Gespräche während des Laufens und wer denkt, Frauen reden beim Laufen über Männer, der hat Recht. Oft fällt uns sehr unangenehm auf, dass die meisten männlichen Läufer, denen wir begegnen, einfach nicht grüßen, können oder wollen und dann reden wir natürlich über diese schlechte Angewohnheit. Vielleicht verfassen wir nach unserem Kurs den kleinen Laufknigge und begründen einen neuen Trend: „Man grüßt sich“. Oder wir denken uns einfach unseren Teil und lassen uns nicht beeindrucken, von den unhöflichen Exemplaren. Viel wichtiger war der derzeitige Tabellenplatz von Mainz 05 in unseren Gesprächen. Und wir sind uns einig, dass die Mainzer dieses ständige Auf und Ab einfach brauchen. Soll es ja auch geben. Sicher wird Kloppo nach seiner Borussenzeit irgendwann wieder nach Mainz zurückkehren und dann wird alles wieder gut. Wir drücken die Daumen und analysieren weiter. Also ist klar, Frauen reden auch beim Laufen, über Männer. Unsere gestrige Trainingsaufgabe waren 80 Minuten. Und wir hatten es auch wirklich vor, aber nach 67 Minuten wollte keiner mehr und wir haben, gerade den langen Lauf vom Sonntag doch sehr in unseren Knochen gespürt. Nun ja, wir sind ja auch nicht mehr die Jüngsten, da darf es auch mal Zwicken. Trotzdem waren es am Ende fast 9 Kilometer und wir sind gelaufen. Und das ist schließlich die Hauptsache. Aber jetzt steht erst mal Regeneration an, damit Harry uns am Donnerstag wieder ordentlich durch die Pampa oder wahlweise den Polder jagen kann.

Sa., 14. Januar 2012 - Lindenseelauf die Zweite
Unser zweiter Start in Rüsselsheim war natürlich ein voller Erfolg, was ja auch nicht anders zu erwarten war. Fast alle haben ihre Zeiten verbessert, alle sind im Ziel angekommen und es war wieder einmal eine runde Sache. Mit dazu beigetragen hat, wie immer, das wunderbare Wetter. Aber auch die Laufstrecke hat einfach Spaß gemacht; mitten durch den Wald bei strahlendem Sonnenschein. Wer soll bei so einem Lauf schon verlieren? Auch eine Begegnung mit den Tieren des Waldes gab es wieder, nur diesmal war es wohl ein Hirsch, der kurz vor Michaela aus dem Wald schoss, um genauso schnell wieder in dem Selben zu verschwinden. Er hatte eingesehen, dass er bei dieser Geschwindigkeit einfach nicht mithalten kann, braves Tier! Nun sind wir aber keine Laufgruppe, die alle Geschwindigkeitsrekorde bricht. Wir sind eine Gruppe, wie viele andere Gruppen auch. Es gibt jüngere Läufer und Läuferinnen natürlich, es gibt Ältere, es gibt Schnellere und es gibt Langsamere, ich selbst bin auch eher der gemächliche Genussläufer. Und wenn man nicht zu den Schnellsten gehört, dann kommt man schon mal etwas später als die anderen ins Ziel, das liegt in der Natur der Sache. Allerdings sind wir auch bei diesem Thema einfach eine ganz besondere Gruppe, denn auch die langsameren Läufer laufen nicht allein und müssen sich so fühlen. Das schätze ich ganz besonders, nicht nur im Training, sondern auch bei den Wettkämpfen. Und als besondere Betreuung und Motivation ist für die langsameren Läufer immer Harry zur Stelle. Egal bei welchem Lauf, er ist einfach immer da und bringt jeden ins Ziel. Und sollte er einmal kurz aus dem Blickfeld verschwinden, wird er hinter der nächsten Kurve plötzlich, wie aus dem Nichts wieder da sein. Das soll unserem Harry erst mal einer nach machen. Ich empfehle jedem, der überlegt, ob er mit dem Laufen anfangen soll oder nicht, weil er/sie sich für zu langsam hält ein Training bei Harry. Wer sich da nicht gut aufgehoben, beraten und betreut fühlt, ist selbst schuld. Viele unserer Laufgruppe konnten sich vor einigen Wochen noch nicht vorstellen, nach so kurzer Zeit fast 30 Kilometer die Woche zu laufen. Aber, wir tun es und es macht noch immer einen riesen Spaß. Das kann man sehen und vor allem hören.
Zu jedem Wettkampf gehört auch ein Veranstalter und ich bin der Ansicht, die Organisatoren des Lindenseelaufes haben auch mal ein großes Lob verdient. Nicht nur das in Rüsselsheim einfach eine tolle Laufstrecke ist, auch alles andere, rund um die Veranstaltung ist top. Vielen Dank dafür. Uns hat natürlich auch die Tombola sehr gefallen, denn die Laubenheimer haben bei der Verlosung so richtig abgeräumt. Und Harry hat endlich das Kaffeeservice, das er sich schon so lange gewünscht hat, Glückwunsch. Wir erwarten dann die Einladung zum Läuferkränzchen!

So., 8. Januar 2012 - Was sind die Gemeinsamkeiten zwischen Rehen und Läufern?
Ganz einfach. Sie nutzen manchmal dieselben Trainingsstrecken. So geschehen am heutigen Sonntag. 6 junge Rehe kreuzten direkt und ohne Vorwarnung unseren Weg. Sie waren so schnell, dass wir vermuteten, es könnte vielleicht auch die F4 gewesen sein, die für neue Zeitrekorde trainiert. Harry meinte, er hätte sie extra für uns bestellt. Wahrscheinlich als Vorbilder, damit wir nicht vergessen, was einmal unser Ziel sein könnte. Nun ja, da kann man ja nochmal drüber schlafen. Andere mutmaßten es könnte sich um den Weihnachtsmann handeln, der seine Rentiere samt Schlitten ins Sommerquartier bringt. Tja, was oder wer auch immer es gewesen ist, eines steht fest: Kreuzen Rehe des Läufers Weg, findet mancher das echt schräg, denn so oft geschieht das nicht und es zaubert dann Erstaunen in jedes Läufergesicht.
Als wir die Wildbegegnung hinter uns hatten, war unser Lauf schon fast beendet. Obwohl heute Morgen noch keiner damit gerechnet hätte, dass wir so einen grandiosen Lauf haben würden. Denn gegen 9 Uhr goss es in Strömen und der Himmel sah nicht so aus, als wenn sich das bald ändern würde. Egal, Training ist Training und da erscheint man zumindest, wie verabredet. Auch 10 Uhr war noch keine große Wetterbesserung in Sicht und auf einen Regenlauf hatte keiner so richtig Lust. Nun kann man bei solchem Wetter entweder im Bett bleiben, man kann sich aufraffen und ein bisschen jammern oder man kann loslaufen und sehen, wie sich der Lauf entwickelt. Unsere Mannschaft war fast vollzählig, sogar einige Gäste der anderen Laufgruppen waren dabei und wir starteten nach einer kurzen Besprechung mit Harry. Aber wir liefen nicht einfach los, nein, wir liefen bei strahlendem Sonnenschein, der sich plötzlich und unerwartet zeigte. Und wir liefen fast 11 Kilometer die so angenehm warm waren, dass mancher die Jacke auszog. Nur damit keine Missverständnisse entstehen, es ist nicht die Woche vor Ostern, sondern die Woche nach Silvester, also der 08.Januar 2012. Es hat sich wieder einmal gelohnt, die Zähne zusammenzubeißen und zu Laufen. Umso mehr da Harry sich freundlicherweise bereit erklärt hat, von allen Läufern (wir waren fast 30) die Turnschuhe zu reinigen. Danke Harry!
Ach ja und dann hatten wir noch eine Läuferkollegin, die sich still und heimlich bei den Fortgeschrittenen Marathonis anschloss. Sie selbst meint, sie dachte, es wäre unsere Gruppe (das ehrt uns aber sehr), hat dann aber festgestellt, dass es eine der F-Gruppen war. Jaja, so kann man auch zeigen, dass man hoch hinaus will. Wir drücken alle Daumen, nehmen dich aber auch gern weiter zu unseren Dienstagsläufen mit…;-)
Fazit: Ein ereignisreicher Sonntag mit einem tollen Lauf. Es sollten und werden diese Woche noch zwei weitere folgen, denn am Samstag steht der nächste Volkslauf an und da werden wir natürlich erfolgreich sein, egal bei welchem Wetter.

Sa., 31.12.2011 - Jahresabschluss
Auch am letzten Tag des Jahres haben wir es uns nicht nehmen lassen, noch einen 9 Kilometer-Lauf zu absolvieren, gemeinsam mit Harry, der noch immer verletzt ist und uns trotzdem jederzeit mit dem Fahrrad begleitet und für uns da ist. Und das war bei diesem Sch….wetter bestimmt keine Freude. Danke dir Harry! Aber, auch wenn das Wetter schon besser war, Regen hat etwas sehr positives, zumindest für Läufer. Ich habe mich früher schon oft gefragt, warum manche Läufer auch bei strömendem Regen unterwegs sind und sie für leicht verrückt erklärt. Wenn man seine persönlichen Regenerfahrungen aber mal gemacht hat, dann ist eines klar: Laufen bei Regen tut einfach gut. Die Luft ist sauberer und das merkt man wenn man länger läuft. Und da es Wind- und regenabweisende Kleidung gibt, ändert Regen nichts, außer dass man sich während und nach einem solchen Lauf einfach Klasse fühlt. Ich frage mich jedenfalls nun nicht mehr, warum manche Läufer im Regen unterwegs sind, ich schließe mich an und genieße das gute Gefühl. Gute Gefühle hatten wir alle oft in den vergangenen 3 Monaten und man mag wirklich kaum glauben, wie klein (kilometermäßig) wir noch vor kurzer Zeit begonnen haben. Ein großer Schritt in Richtung Halbmarathon ist also schon getan und nun können auch die Distanzen jenseits der 10 Kilometer kommen, wir sind gut vorbereitet. Es sind noch 127 Tage bis zu unserem großen Tag, genug Zeit also, um die verbleibenden 11 Kilometer auch so locker zu schaffen, wie wir die ersten 10 gemeistert haben. Wir lassen es auf uns zukommen und begeben uns auch weiterhin vertrauensvoll in Harrys Hände, denn: „Dort wo man Trost findet, ist man zu Hause.“ Unbekannter Verfasser ….;-)

Di., 19. Dezember 2011 - Nasse Füße, trockener Humor, eiskalt motiviert
Als ich heute Morgen aus dem Fenster sah, war ich noch skeptisch, was unseren abendlichen Dienstagslauf betraf. So ein tief verschneites Mainz-Laubenheim war schon lange nicht mehr zu sehen. Es war ein toller Anblick, aber ob das mit dem Laufen klappt? Im Laufe des Tages schneite es weiter und irgendwann fing es an zu tauen und zu regnen. Leider. Die Temperaturen bewegten sich um den Gefrierpunkt, im Freien wurde es sehr unangenehm und auf der Couch war es wirklich sooooooooooo gemütlich. Wer will bei so einem Wetter schon raus? Wir! Denn verabredet ist verabredet. Und so trafen wir uns wieder pünktlich und liefen erst mal los. Der 5-Minuten-Deal. Mal sehen wie es wird. Es war nass, von oben und von unten. Die Füße badeten in unseren Laufschuhen. Egal, wo wir schon mal da sind. Kurz gesagt, es war ein Wahnsinnslauf, einfach genial. Die Luft war herrlich, sozusagen reiner Sauerstoff, die Stimmung war hervorragend und wir waren einfach nicht zu bremsen. Nach 10,4 Kilometern beendeten wir unseren Lauf und waren weder besonders geschafft noch demotiviert. Ganz im Gegenteil. Da wäre noch mehr drin gewesen heute. Wir waren uns am Ende einig: Das war bisher unser geilster Lauf (diese Wort musste heute einfach sein)! Und die Weihnachtsplätzchen können unseren Hüften nun auch nichts mehr anhaben. Frohe Weihnachten!

So., 18. Dezember 2011 - Erfolgsjournal
Heute haben wir vor unserem Lauf einen Vortrag von Herrn Prof.Dr.Macsenaere, zum Thema: Motivation für Läufer in der kalten Jahreszeit gehört. Wie immer eine sehr interessante und informative Veranstaltung. Was nun jeden Einzelnen von uns motiviert, seien es extrinsische, intrinsische, primäre oder sekundäre Faktoren, entscheidet jeder für sich allein und es ist letztlich auch egal. Wichtig ist: Wir Laufen. Was für uns als Gruppe aber interessant ist, ist unser ganz persönliches Gruppen-Erfolgsjournal, welches ich hiermit beginne. Denn Erfolge, die aufgeschrieben werden, geraten nicht so leicht in Vergessenheit, wie diejenigen, die man versucht im Kopf zu behalten. Und es sind schon eine ganze Menge Erfolge, seit wir an diesem Kurs teilnehmen. Manche Leistungen werden wahrscheinlich gar nicht als solche wahrgenommen, sind aber ebenso erwähnenswert wie große Siege. Unser Lauftagebuch ist ja geradezu prädestiniert dafür, die kleinen, wie die großen Fortschritte festzuhalten. Was sind denn nun unsere Erfolge? Zunächst ist es ein Erfolg, dass wir überhaupt diesen Kurs begonnen haben, das wir regelmäßig am Training teilnehmen, dass wir immer noch dabei sind, dass wir regelmäßig auch ohne Harry laufen, dass wir schon mehr als 10 Kilometer am Stück laufen, dass unsere Gruppe ein eingeschworenes Team ist, dass wir bereits zwei Volksläufe erfolgreich absolviert haben, dass wir bei Wind, Wetter und Nebel zum Training antreten und unserem inneren Schweinehund die kalte Schulter zeigen, dass wir jetzt wissen wo unser Beckenboden ist und ihn natürlich permanent anspannen, dass wir Spaß haben am Training und dass wir heute bei diesem Sch….wetter gelaufen sind. Nicht ganz so lang wie sonst, aber wir sind gelaufen. Unsere Liste der Erfolge wird sich jede Woche erweitern und wir sollten, vor allem die kleinen, so wichtigen Schritte, auf dem Weg zum großen Tag nicht aus den Augen verlieren. Denn ohne sie wären wir nicht da angekommen, wo wir heute bereits stehen. Oft sind es die kleinen Erfolge, die nachhaltig wirken und zum Weitermachen animieren, also motivieren. Kleine Erfolge kann man so nutzen, wie es das nachfolgende chinesische Sprichwort vorgibt: „Der Mensch, der den Berg versetzte, war derselbe, der anfing, kleine Steine wegzutragen.“ Lasst uns den Berg versetzen!

Di., 13. Dezember 2011 - Motivation ist alles
Andreas Tenzer sagt: „Motiviert sein heißt, sich mit Freude bewegen.“ Das ist richtig und für Läufer in mehrfacher Hinsicht. Da wir am kommenden Sontag einen Vortrag zum Thema Motivation hören, dachten wir: Warum eigentlich nicht mal anders herum, erst die Praxis dann die Theorie. Denn Motivation war bei unserem abendlichen Dienstagslauf nötig. Den ganzen Tag über regnete es, meist aber nur kurz. Am Abend sah das dann ganz anders aus. Der Himmel öffnete seine Schleusen und gab zurück, was seit langem fehlt: Regen! Es fanden sich trotz allem 5 tapfere Läuferinnen ein, die schon auf dem Weg vom Auto zum Treffpunkt nass wurden und froren. Dann stellte sich die Frage: Was machen wir? Laufen oder nicht Laufen? Wir waren uns schnell einig: Wenn wir schon hier sind, laufen wir auch. Wir versuchen es wenigstens. Gerade wetterverwöhnte Läufer sollten diese Erfahrung auch einmal gemacht haben. Fazit: Schön war es nicht. Der Nebel vor einigen Wochen war sehr unangenehm und viel besser war es bei Regen auch nicht. Wir sahen zwar besser, aber die Nässe macht nicht wirklich Spaß. Wir sind dann immerhin 6,2 Kilometer gelaufen und es hörte auch irgendwann auf zu regnen. Nass und glücklich kamen wir wieder an. Was die Motivation betrifft, so kann man nur immer wieder betonen: Diese, UNSERE Gruppe macht es einfach. Aus Erfahrung weiß ich, dass nicht jede Gruppe in der Lage ist, sich zu motivieren, entscheidend sind die Gruppenmitglieder, wer sonst. Unsere Gruppe hat´s, nicht nur in dieser Beziehung, voll drauf. Deshalb kann uns das Wetter nichts mehr anhaben und, seien wir ehrlich: Es hätte Mitte Dezember auch viel schlimmer kommen können. Wenn wir uns irgendwann bei minus 10 Grad Celsius durch Schneeberge im Polder kämpfen müssen, schauen wir das Thema Motivation nochmal genauer an.

Sa., 3. Dezember 2011 - Die 63 Tage Zwischenbilanz zum Adventslauf in Heidesheim
Ja, unser Training dauert erst 63 Tage und wir sind beim Adventslauf in Heidesheim schon einen halben Halbmarathon gelaufen. Nochmal zum genießen: 10500 m, 10,5 km oder in Worten Zehntausendfünfhundert Meter! Das ist die Hälfte dessen, was wir erreicht haben werden, wenn wir am 6.Mai über die Ziellinie laufen. Eine starke gemeinsame Teamleistung!
Und wie immer hatten wir mit dem Wetter großes Glück. Zunächst sah es zwar so aus und auch der Wetterbericht hörte sich so an, als wenn wir bei diesem Lauf nass werden würden. Aber erstens kommt es anders… Und so liefen wir bei angenehm kühlen 8Grad Celsius und leichtem Wind, der im Wald kaum spürbar war, dem Ziel entgegen. Doch ganz so einfach, wie es sich anhört war es nicht. Denn der Waldboden, der durchaus seine Tücken für Läufer hatte, mit all den Wurzeln, die sich unter dem Laub versteckten, den Steinen und dem zum Teil sehr sandigen Untergrund kostete Kraft. Da unser Training bislang vorwiegend auf Asphalt stattfand, war gerade dieser Untergrund eine nicht zu unterschätzende Herausforderung. Harry hatte es vermieden uns vorher derartige Details mitzuteilen, wahrscheinlich in weiser Voraussicht, nehme ich an. Und wenn man mangels Uhr, die bei diesem Lauf verboten war, auch nicht genau weiß, wie weit man eigentlich schon gelaufen ist, können 10,5 Kilometer verdammt lang werden. Wie immer tauchte Harry ab und an wie aus dem Nichts auf und motivierte zum Weiterlaufen und Durchhalten. Und irgendwann war die letzte Steigung geschafft und das Ziel in Sichtweite, ein wunderbares Gefühl. In Anbetracht der Tatsache, dass es noch 155 Tage bis zu unserem großen Tag am 06.Mai 2012 sind, liegen wir sehr gut mit unseren bisherigen Distanzen. Was soll eigentlich jetzt noch schief gehen?

Di., 29. November 2011 - Ja wo laufen sie denn…
Wir profitieren seit langem von einem sehr milden und angenehm warmen Herbst und es war sonntags bislang eine Freude zu Laufen. Gestern allerdings war es eher eine gewöhnungsbedürftige bis gruselige Angelegenheit durch den Polder zu joggen. Wir trafen uns ein wenig später als üblich und waren, wie immer hochmotiviert. Es war kühl, aber nicht kalt und ein wenig neblig. Wir hatten einen langen Lauf geplant, denn am kommenden Samstag sind die 10 Kilometer zu knacken und das wollen und werden wir schaffen. Also ab, auf die Piste. Schon nach den ersten Metern war uns klar, dass dies kein Spaziergang werden würde. Dabei schreckte uns weniger die Distanz als der Nebel, denn wir sahen kaum die Begrenzung des Weges. Gut das wir ausgestattet sind wie Profis und ein wenig Erleuchtung durch unsere Stirnlampen und die Reflektoren der Vorderläufer hatten. Immerhin waren wir zu fünft, und konnten uns gegenseitig Mut zu sprechen. Der war auch tatsächlich nötig, denn auf unserer Laufstrecke wurde es nicht besser. Es ist schon ein Unterschied, ob man sieht, wohin man läuft oder ob man ins Dunkle läuft ohne zu wissen, wo der nächste Abzweig kommt. Nichts desto trotz haben wir es natürlich geschafft. Keiner hatte wirklich daran gezweifelt.Im Anschluss an unseren Lauf haben wir – während unserer Dehnübungen natürlich - die Gedanken ausgetauscht, die uns beim Laufen so durch den Kopf gingen. Eigentlich dachte jeder: Wären wir doch die kurze Strecke gelaufen! Wir sind aber die 9 Kilometer gelaufen in 1Stunde und 8 Minuten und waren, wieder einmal, sehr stolz auf uns. Die 10 Kilometer können uns jedenfalls nicht mehr abschrecken. Aber bitte keinen Nebel.

Sa., 19. November 2011 - Lindenseelauf
Neulich sagte eine Reporterin beim Einlaufen eines Marathon-Gewinners: „Der feiert jetzt seine ganz private Endorphin-Party.“ So oder so ähnlich ging es uns beim ersten offiziellen Lauf auch, den Gesichtern und dem Strahlen in den Selben nach zu urteilen. Es war schon ein ganz besonderes Gefühl, das erste Ziel auf unserem Weg zum Halbmarathon gemeinsam erreicht zu haben. Und die Bedingungen hätten besser gar nicht sein können: Eine grandiose Laufgruppe, strahlender Sonnenschein, Temperaturen von bis zu 18 Grad Celsius in der Sonne (Es war der 19.11.2011!) und eine Laufstrecke durch Wald und Flur. Herrlich!
Zunächst aber kamen alle pünktlich in Rüsselsheim an, auch wenn wir nicht so ganz genau wussten, wohin wir eigentlich fahren sollten. Auch diese Lektion haben wir nun gelernt: Selbst drum kümmern, wie man zum Lauf kommt, nicht nur auf den Trainer verlassen und Navi nicht vergessen. Am Treffpunkt angekommen, mit den Gegebenheiten vertraut machen, Startnummer abholen, Toilette suchen, finden, benutzen und ab zum Aufwärmen. Anschließend Gruppenfoto mit Harry und schon konnte es losgehen. Das Gefühl war schon ein Anderes als bei unseren wöchentlichen Trainingseinheiten, auch wenn die Strecke deutlich kürzer war und es keinen Grund für Zweifel gab. So ist das eben vor „Prüfungen“. Gerade der Umgang mit der obligatorischen Aufregung, muss eben auch trainiert werden.
Diese Volksläufe sind ja laut Harry vor allem dafür wichtig, typische (Lauf)-fehler zu erkennen und beim nächsten Lauf zu vermeiden. Nun sind wir natürlich super vorbereitet und haben schon einige längere Läufe hinter uns. Also, was soll da bei einem Wettkampf über 5 Kilometer groß anders sein? Das haben wir ziemlich schnell erfahren: Denn eine große Zahl Läufer die beim Startschuss davonstürmt - im wahrsten Sinn des Wortes - kann sich sehr schnell rächen, wenn man sich mitziehen lässt. Und sich dem Tempo der Anderen zu entziehen, ist alles andere als einfach(wissen wir heute). Dass man zu schnell gelaufen ist, merkt man relativ rasch und deutlich, dann kann es allerdings schon zu spät sein. Für uns war es nicht zu spät, wir haben das Tempo angepasst, dann war auch wieder die Luft für ein Schwätzchen vorhanden und alle sind wohlbehalten und überglücklich im Ziel angekommen. Stets von den Teilnehmern, die schon die Ziellinie überquert hatten jubelnd begrüßt und mit Getränken versorgt. Ein tolles Gefühl, eben unsere ganz private Endorphin-Party!

So., 13. November 2011
Es ist fast Mitte November und unsere Sonntagsläufe haben bisher fast immer bei strahlendem Sonnenschein stattgefunden. Wir haben es uns eben verdient! Aber, da gibt es ja noch zwei Trainingseinheiten: Dienstagabend und Donnerstagabend. Zu diesen Zeiten ist es seit einigen Wochen dunkel. Und auch wenn wir ausgerüstet sind wie Grubenarbeiter und das Licht der Stirnlampen zum Laufen reicht, im Dunkeln zu laufen ist schon etwas anderes als bei Helligkeit. Ein weiterer Aspekt kommt hinzu, das Thema Sicherheit. Im Dunkeln sollte man einfach nicht allein unterwegs sein, soviel wussten wir von Harry. Heute aber wurde mit einer praktischen Übungseinheit zur Selbstverteidigung durch den Taekwondo-Trainer des TVL verdeutlicht, wie wichtig es ist, sich wehren zu können, egal gegen wen. Seien es nun Tiere oder Menschen, manchmal muss man einfach Klartext reden, „Nein“ sagen und wenn das nicht reicht, sich auch selbst verteidigen. Wir haben gelernt, dass mit sehr einfachen Mitteln viel erreichbar ist und so mancher Gegner außer Gefecht gesetzt werden kann. Es wäre schön, wenn wir das Thema – wie angekündigt – vertiefen könnten. Im Anschluss, mit der Selbstsicherheit, dass uns nun nichts mehr aufhalten kann, sind wir 7 Kilometer gelaufen. Die Wochenbilanz des Trainingstagebuches sagt mir: 20,9 Kilometer. Wenn das keine Entwicklung ist!
Kommende Woche steht unser erster Wettkampf an und alle Teilnehmer sind super vorbereitet. Dem ersten großen Sieg steht also nichts mehr im Weg. Bei dieser Gelegenheit ein großer Dank an Harry, für die tolle Organisation, die hervorragende Betreuung und Motivation und für jede Menge Spaß, auch während der Läufe. Mach weiter so (das ist eigentlich dein Spruch, aber wir leihen ihn für diese Gelegenheit kurz aus)! DANKE.

So., 6. November 2011 - Herbst?
Eigentlich ist es unglaublich, dass wir im kurzärmligen T-Shirt unsere Trainingseinheiten absolvieren, denn es ist Anfang November. Da muss man schon ab und an mal auf den Kalender schauen oder Zwei mal aufs Thermometer. Aber es fühlt sich sehr gut an bei strahlendem Sonnenschein und 15 Grad durch den Polder zu laufen. Überhaupt ist es erstaunlich, welche Fortschritte wir in der kurzen Zeit, seit Anfang Oktober, gemacht haben. Ein Blick ins Lauftagebuch, das heute bei Harry vorgelegt werden musste, macht es deutlich. Auch wenn das Aufschreiben von Datum, Laufdauer, Puls, Wetter und Lauflänge manchmal überflüssig erscheint, so ermöglicht es doch, vor allem im Rückblick, Aha-Erlebnisse, die man selbst vielleicht nicht erwartet hätte. Denn besonders der Blick auf die Wochensumme zeigt, dass die gelaufenen Kilometer konstant mehr werden. Wir sind also auf Kurs und schon bald werden auch die 10 Kilometer keine Hürde mehr für uns darstellen, da bin ich mir sicher. Und auch das Wetter ist auf Kurs, denn beim Schreiben des Tagebuches ist es nicht mehr zu übersehen, die Blätter stürzen massenhaft zu Boden. Deshalb endet dieser Eintrag heute mit Heinz Erhardt und seinem kleinen Herbstgedicht:

Im Herbst bei kaltem Wetter
Da falln vom Baum die Blätter
Donnerwetter
Im Frühjahr dann
Sind sie wieder dran
Sieh mal an.

So, 30. Oktober 2011 - Volle Speicher
In der heutigen Zeit verheißen volle Speicher ja normalerweise nichts Gutes. Denn häufig bedeuten volle Speicher reduzierte Leistungen, meist eines Computers und seiner angeschlossenen Geräte. Die Konsequenz besteht dann aus ……………Warten. Oder: Speicher leeren, Festplatte aufräumen, defragmentieren, neu Starten, dass volle Programm. Das braucht wirklich keiner. Anders verhält es sich mit einem der internen Arbeitsspeicher, die der Mensch nutzt, um sportliche Leistungen zu erbringen. Insbesondere wenn es um läuferische Ausdauerleistungen geht braucht es einen prall gefüllten Arbeitsspeicher, den Kohlehydratspeicher. Wird dieser, vor einem Lauf, nicht ausreichend gefüllt, hat dies das Selbe Nachspiel wie bei einem Computer mit vollen Speichern – neu starten.
Damit wir von Neustarts möglichst verschont bleiben, wurden wir am Sonntag von Martina Scholz über die Grundlagen der Läufer-Ernährung informiert. Fazit des Vortrages: Sehr informativ. Außerdem war es gut zu hören, dass Nahrungsergänzungsmittel nicht erforderlich sind und eine ausgewogene Ernährung vollkommen ausreicht, um gute Laufleistungen erbringen zu können. Das spart nicht nur Geld, sondern ist auch wesentlich gesünder.
Nach dem Vortrag sind wir natürlich auch gelaufen, wieder einmal bei Traumwetter. Und das Ende Oktober! Ab der kommenden Woche wird es keine Walking-Pausen mehr geben, das hat Harry schon angekündigt. Aber, nach Auskunft meines Lauftagesbuches sollte das kein Problem werden, denn die Leistungs- und Kilometerkurve bewegt sich konstant nach oben. Phase 2 kann also beginnen.

So, 23. Oktober 2011 - Erfahrungen und Erkenntnisse
Langsam aber stetig werden die Temperaturen niedriger und jeder für sich macht die Erfahrung, ob er oder sie richtig angezogen ist. Das kann manchmal eine sehr schweißtreibende Angelegenheit und Erfahrung sein, denn was man einmal an hat, das hat man an, auch wenn sich zur Kälte herrlicher Sonnenschein gesellt. Diese Erfahrung macht sicher jeder Läufer und wir haben heute gelernt, dass es sinnvoll ist, zu Beginn des Trainings ein wenig vor sich hin zu zittern, dafür später- im Verlauf des Trainings - aber nicht zu zerfließen. Wie schon am vergangenen Sonntag war es herrliches Läuferwetter und so mancher wünscht sich ähnliches Wetter für den Mai und unseren großen Tag. Vorausgesetzt es setzt keine Eiszeit ein, wird dieser Wunsch wahrscheinlich nicht in Erfüllung gehen, aber wir werden es auch bei höheren Temperaturen schaffen. Denn Fortschritte erkennt jeder für sich allein, aber auch die Gruppe läuft insgesamt schon schneller als am Anfang, jedenfalls sagt das mein Zeit- und Geschwindigkeitsmesser, und Harry sagt es auch. Also bitte.
Viele Teilnehmer unserer Laufgruppe sind sich nach vier Wochen Training einig, dass man allein schon lange nicht mehr laufen würde und schon gar nicht derartige Distanzen. Mir geht es auch so. In der Gruppe macht es einfach riesigen Spaß zu Laufen und es motiviert sehr, zu wissen, dass man nicht allein läuft. Selbst bei Regen und Sturm haben wir unser Einzeltraining, in einer kleineren Laufgruppe, eisern absolviert. Und wir waren nach 7,9 Kilometern nicht nur nass, sondern auch stolz wie Oskar, soviel ist sicher. Mir war vor diesem Kurs nicht bewusst, welche Kraft eine Gruppe geben kann. Man lernt in dem Kurs bei Harry eben mehr als „nur“ LAUFEN.

So, 16. Oktober 2011 - Sonntagsspaziergang
Wie fast immer bisher hatten wir an unserem dritten gemeinsamen Sonntagslauf das Wetter, welches wir verdienen: Sonnenschein und angenehme Lauftemperaturen. Und auch wenn wir uns erst wenige Male zum Laufen getroffen haben, schon jetzt sind alle Läufer ein bisschen leichtfüßiger unterwegs. Das kann natürlich auch mit daran liegen, dass viele der Teilnehmer neue Laufschuhe haben. Und es sieht nicht nur schön aus, vor allem schön bunt, sondern ist auch angenehmer für so manchen Fuß. Wir haben festgestellt, dass die bisherigen Joggingschuhe oft zu klein gewesen sind, was das Laufen nicht unbedingt angenehmer gemacht hat, ganz im Gegenteil. Sogar von blauen Zehennägeln wurde berichtet. Autsch! Derartige Verletzungen sollten ab sofort der Vergangenheit angehören und mit den neuen Schuhen werden die Strecken nun konstant länger, die Walking-Pausen kürzer und selbstverständlich der Beckenboden fester. Beim Koordinationstraining und dem obligatorischen Hopserlauf sehen wir nicht mehr ganz so bescheuert aus, wie zu Beginn des Trainings vor zwei Wochen. Und auch, wenn noch nicht jeder ganz mit sich zufrieden ist, resümieren wir die ersten beiden Wochen mit Ch.Friedrich Hebbel: „An kleinen Dingen muss man sich nicht stoßen, wenn man zu großen auf dem Weg ist.“

So, 09. Oktober 2011 - Ein „angespanntes“ A-Team
Spätestens seit heute haben der mittlerweile berühmt berüchtigte Beckenboden und seine Muskulatur eine ganz neue Dimension für das A-Team bekommen. Denn seit wir wissen, dass das anspannen derselben zu mehr Geschwindigkeit beim Laufen führen kann, nehmen wir ihn doch ernster, als vor dieser Information. Eines muss man aber ehrlichweise zugeben, leicht fällt es nicht besagte Muskulatur dauerhaft angespannt zu halten, vor allem wenn man gleichzeitig auch noch atmen und joggen muss. Nach den neuen Erkenntnissen, die wir im Vortrag von Dirk Meyer zum Thema „Gesundes Laufen“ sammeln konnten, ist das natürlich Schnee von gestern. Wir spannen so gut es eben geht, wenn man auch noch auf ein paar andere Kleinigkeiten achten muss. Wird schon. „Alles ist schwer, bevor es leicht wird“.
Im Anschluss an den Vortrag konnten wir bei allerbestem Läuferwetter, kühl und sonnig, mit unserer dritten gemeinsamen Runde starten. Auch wenn wir heute nur 17 Teilnehmer waren, war die Stimmung wieder hervorragend und die Strecke verging wie im Flug. Als wir, diesmal aus der freien Wildbahn zurückkamen, informierte uns Harry, dass wir 4 Kilometer gelaufen seien. Mir kam es sehr viel kürzer vor. Was aber sicher an der veränderten Umgebung lag. Woran auch immer es gelegen hat, es hat einfach Spaß gemacht und wir haben auch heute wieder viel gelacht.
Beim Ritual nach dem Lauf, dem Dehnen, konnten wir dieses Mal ein paar besonders interessante Figuren kennenlernen, welche wir überlegt haben, ins diesjährige Weihnachtsprogramm zu integrieren. Einer spaßigen Weihnachtsfeier der Läufer steht dann auch nichts mehr im Wege und mit der Planung kann man ja nie früh genug anfangen.
Für das Training ohne Harry am kommenden Dienstag, haben sich einige Läufer 16.45 Uhr am Sportplatz verabredet. Wer diese Information nicht bekommen hat, kann sich aber gern einfach anschließen. Wir warten „gespannt“ auf euch.

Do. 06.Okober 2011
Unter deutlich veränderten Wetterbedingungen haben wir unser zweites Training – natürlich erfolgreich – absolviert. Die Temperaturen waren im Vergleich zum Sonntag deutlich gesunken, was das Laufen erleichterte. Der Himmel hatte seine Schleusen geöffnet und weinte, was allerdings nicht an unseren Leistungen gelegen haben kann. Und das, obwohl Harry wetterbedingt in die Gymnastiktrickkiste griff und uns dabei ordentlich schwitzen ließ. Ich meine, wir würden auch eine ganz ansehnliche Aerobic-Mannschaft abgeben. Das entscheiden wir aber nach dem Halbmarathon.
Gelaufen sind wir natürlich auch. Aufgrund des Regens wechselten sich Laufen und Gymnastik ab, sozusagen unser erstes Intervalltraining, was nicht weniger anstrengend und mindestens ebenso lustig war.
Das Wetter hatte auch den Vorteil, dass wir unsere Funktionsbekleidung auf Wasserfestigkeit testen konnten und nun diesbezüglich schlauer sind als vorher.
Schön zu sehen war, dass alle verstanden haben, dass niemand am Ende der Gruppe allein gelassen werden soll. Alle schnelleren Läufer haben artig kehrt gemacht und sich den langsameren der Gruppe wieder von hinten angeschlossen.
Auf der Bahn haben sich also alle Teammitglieder gut geschlagen und alle Teilnehmer sahen am Ende des Trainings noch recht fit aus. So richtig „fertig“ war niemand und so soll es ja auch sein, wenn ich das richtig verstanden habe. Das zweite Training war so, dass Mann/Frau die Lust nicht verlor, sondern eher Lust auf mehr bekam. So kann es weitergehen.


02.Oktober 2011: Das neue A-Team des TVL
Wahrscheinlich werden eine Menge Menschen heute, gerade jetzt in ihrem Garten auf der Sonnenliege schmoren und fast hochsommerliche Temperaturen, blauen Himmel, schönste Sonne, kühle Getränke und Ähnliches genießen. Und was machen wir?
Wir sitzen bei Harry im TVL-Besprechungsraum und lauschen gespannt seinen Worten, zu dem, was uns in den kommenden Monaten erwartet. Ein ganz klein wenig ist es wie in der Schule, als Harry sagt: „Einmal im Monat möchte ich eure Lauftagebücher sehen.“ und: „Wenn ihr mal nicht zum Training kommen könnt, sagt mir bitte vorher Bescheid.“
Etwa 25 überwiegend weibliche, aber auch ein paar männliche Laufwillige haben sich um Harry versammelt, um gemeinsam den Kurs von 0 auf 21 zu absolvieren. Einige Teilnehmer sind noch etwas verunsichert, ob sie dieses Ziel jemals erreichen werden, andere bringen bereits Lauferfahrung mit und alle wollen vor allem wissen, wie Mann/Frau es richtig macht mit dem Laufen. Und das ohne nach 21 Kilometern ins Sauerstoffzelt zu müssen oder ins Ziel getragen zu werden.
Harry jedenfalls lässt keinen Zweifel aufkommen, dass es jeder von uns schaffen kann. Jeder der sich nicht überfordert und jeder der auch noch ein ernstes Wörtchen mit seinem inneren Schweinhund spricht. Und gerade der innere Schweinehund ist ja eine Spezies, die nicht vom Aussterben bedroht ist, im Gegenteil. Ein paar Tipps und Tricks, wie man mit diesem Tier umgeht, auch zum Thema Ernährung und Gesundheit, werden wir in Vorträgen im Laufe des Kurses hören. Eine wirklich runde Sache.
Nach reichlich Informationen und Terminen, die ich mir alle gar nicht merken kann, geht’s ab auf den Sportplatz. Gefühlte Temperaturen von 35 Grad bringen uns schon vorher ins Schwitzen. Jetzt sollen wir also auch noch laufen. Na super.
Die erste Runde wird gewalkt, reicht auch bei der Hitze…
Zweite Runde, Joggen. „Und immer schön die Arme mitnehmen und den Beckenboden nicht vergessen“, erinnert Harry. Der hat gut reden. An was man alles denken muss. Dritte Runde, Walken. Die gefühlte Temperatur ist auf 45 Grad gestiegen aber auch diese Runde ist problemlos absolviert worden. Nun noch eine Runde, dann haben wir es für heute geschafft. Also, letzte Runde, Joggen. Volle Konzentration auf den Beckenboden, das abrollen der Füße, den Puls, die Atmung …….das Ziel. Geschafft. Alle sind im Ziel und der Anfang ist gemacht. Es ist geboren, das neue A-Team!
Hausaufgaben: Bis zum nächsten Treffen am Donnerstag noch einmal Laufen und nicht vergessen ins Lauftagebuch eintragen und immer daran denken, es sind nur noch 218 Tage!